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Alt-Bundesrat und SVP-Chefstratege Christoph Blocher sieht die Migration wieder ansteigen und will daher bald Nägel mit Köpfen für die Kündigung der Personenfreizügigkeit mit der EU machen. (Archivbild)

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

(sda-ats)

Die Schlagzeilen der Sonntagspresse in nicht verifizierten Meldungen:

"SonntagsZeitung" / "SonntagsBlick":

Die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) will zusammen mit der SVP die Personenfreizügigkeit durch eine Initiative kippen. Schon nächsten Samstag will sie konkrete Vorschläge präsentieren, wie der freie Personenverkehr zwischen der Schweiz und der EU zu unterbinden wäre, berichten die "SonntagsZeitung" und der "SonntagsBlick". Über die Varianten hatten Vertreter von SVP und Auns monatelang gebrütet. Der SVP-Chefstratege Blocher ist laut der "SonntagsZeitung" durch die neusten Einwanderungszahlen aufgeschreckt, denn zu Jahresbeginn nahm die Zuwanderung erstmals seit über einem Jahr wieder zu. Blocher spricht sogar von einer "Trendwende". Er spekuliert, dass "die Einwanderung bald wieder jene 80'000 Personen" betrage, wie sie es vor dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative (MEI) zählte. Als Chef der Arbeitsgruppe hat er sich den ehemaligen SVP-Fraktionschef Caspar Baader an Bord geholt. Am kommenden Samstag sollen die Optionen der Auns-Mitgliederversammlung vorgestellt werden. Als Minimalvariante steht die Kündigung der Personenfreizügigkeit zur Diskussion. An der Delegiertenversammlung der SVP in Lausen BL am 24. Juni soll dann die Initiative verabschiedet und lanciert werden.

"SonntagsBlick":

In der Schweiz werden laut einer Meldung im "SonntagsBlick" täglich Hunderte betagte Leute gequält. Mit Gittern und Gurten würden sie gehindert, aus dem Bett zu steigen oder wegzulaufen. Oft würden Patienten mit Demenz auch einfach mit Beruhigungsmitteln ruhiggestellt. In einer Studie, die der Dachverband für Heime und Institutionen (Curaviva) in Auftrag gab, kamen Experten zum Schluss: In praktisch allen untersuchten Heimen wurden freiheitseinschränkende Massnahmen (FEM) angewendet. Betroffen seien durchschnittlich rund 25 Prozent aller Bewohner. Auch unveröffentlichte Zahlen der Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter (UBA) zeigten: 467 Meldungen gingen im vergangenen Jahr ein, was ein Plus von fast zehn Prozent gegenüber 2015 darstelle. Jede dritte Meldung habe mit psychischer Gewalt zu tun, wozu laut UBA-Geschäftsleiterin Ruth Mettler Ernst etwa Drohungen, Beschimpfungen oder generelle Herabwürdigungen betagter Menschen gehörten.

"NZZ am Sonntag":

Das neue Fördermodell für die Wasserkraft ist laut Preisüberwacher Stefan Meierhans undurchsichtig und ungerecht. Er finde den Vorschlag der Energiekommission des Nationalrates nicht gut, sagte Meierhans der "NZZ am Sonntag". Diese Lösung zementiere die Ungleichbehandlung im Strommarkt. Es würden nur die gebundenen Endkunden belastet, nicht aber die grossen Verbraucher, die ihren Strom auf dem freien Markt einkaufen dürfen, sagte der Preisüberwacher. Er kritisierte aber auch, dass die Unterstützung der Wasserkraft über diese Abnahmegarantie gewissermassen verdeckt und ohne klar ausgewiesene Abgabe erfolgt. Zudem moniert er, dass die Politik nur zugunsten der Branche handle. Generell müsste man einmal klären, ob die Stromwirtschaft nach marktwirtschaftlichen oder nach staatlichen Regeln funktionieren solle.

"SonntagsBlick":

Die Präsidentin der Parlamentariergruppe Schweiz-USA und FDP-Nationalrätin Christa Markwalder kritisiert US-Präsident Donald Trump scharf. Die 41-jährige Politikerin sei vergangene Woche in Washington gewesen und habe einen fürchterlichen Eindruck von den ersten 100 Tagen Trumps. Im Interview mit dem "SonntagsBlick" zieht sie Bilanz und sagt: "Trump führt das Land chaotisch." Politisch funktioniere vieles noch nicht so, wie es sollte. Sie habe kaum Kongressabgeordnete getroffen, die von Trump begeistert waren. Selbst Republikaner hätten sich kritisch geäussert. Am meisten Sorgen machen Markwalder Trumps wirtschaftliche Abschottungspläne. Doch immerhin hätten ihr Wirtschaftsvertreter in Washington versichert, dass die neue Regierung weiterhin an ausländischen Investitionen interessiert sei. Über Trumps Kriegsdrohungen gegenüber Nordkorea sagte die Nationalrätin: "Das ist das Gefährlichste am neuen US-Präsidenten. Er ist unberechenbar wie kein anderer vor ihm."

"Ostschweiz am Sonntag" / "Zentralschweiz am Sonntag":

Hotelplan Suisse will als erstes Schweizer Unternehmen einen Grossteil seiner rund 100 Reisebüros mit sogenannten VR-Brillen ausstatten. Mit VR-Brillen befindet sich der Nutzer dank einer 360-Grad-Ansicht quasi mitten im Geschehen. Damit liessen sich beispielsweise Hotelanlagen oder Kreuzfahrtschiffe schon im Reisebüro erkunden - noch bevor ein Kunde eine Reise bucht. Hotelplan Suisse hat die Brillen laut einer Meldung in den Zeitungen "Ostschweiz am Sonntag" und "Zentralschweiz am Sonntag" während dreier Monate in 10 Filialen getestet und damit positive Erfahrungen gemacht. Die Kunden würden die Brillen als zusätzliche Ferien-Inspiration schätzen, wie eine Hotelplan-Suisse-Sprecherin zu den Zeitungen sagte.

"NZZ am Sonntag":

Cannabis ist in der Schweiz oft mit Pestiziden, Schimmelpilzen oder gar Schwermetallen verunreinigt. Dies zeigt eine neue Studie des Bundes. Darin wird vor zusätzlichen Risiken für die Gesundheit gewarnt, wie die "NZZ am Sonntag" berichtet. Demnach fanden Forscher in den meisten Proben Pflanzenschutzmittel, mikrobiologische Verunreinigungen und andere Kontaminationen. Dies führe zu einem bisher wenig beachteten zusätzlichen gesundheitlichen Risiko beim Cannabiskonsum, schreiben die Autoren. Als Problem erwiesen sich vor allem Verunreinigungen mit Schimmelpilzsporen oder Darmbakterien. Häufig stiessen die Forscher auch auf Rückstände von Fungiziden und Insektiziden. In mehreren Proben wurden zudem erhöhte Werte von Schwermetallen wie Chrom, Cobalt oder Aluminium gefunden. Beim Bundesamt für Gesundheit heisst es, die Resultate seien zwar nicht dramatisch, müssten aber ernst genommen werden.

"SonntagsBlick":

Was schon alle Spatzen von den Dächern pfiffen, ist nun auch noch durch einen Anwalt bestätigt worden. Zum "SonntagsBlick" sagte der deutsche Anwalt des am Freitag in Frankfurt verhafteten Schweizers Daniel M., dass sein Mandant im Auftrag des Schweizer Nachrichtendienstes in Deutschland spioniert haben soll. Er habe offenbar herausfinden sollen, welche Steuerfahnder die Steuer-CDs kauften und wie diese Käufe genau abliefen. Aufgrund dieser möglichen Spionagetätigkeit werden Spannungen zwischen den beiden Ländern erwartet.

"Ostschweiz am Sonntag" / "Zentralschweiz am Sonntag:

Der VR-Präsident des St. Galler Spitalverbunds, Guido Sutter, bestätigt in einem Interview mit der "Ostschweiz am Sonntag", dass es Gespräche zwischen den Verantwortlichen in St. Gallen und im Kanton Appenzell Ausserrhoden über eine mögliche Kooperation gibt. Der Ausserrhoder Spitalverbund hat Millionendefizite zu beklagen. Vor allem das Ausserrhoder Spital Heiden sei stark defizitär und für diese Einrichtung könnte es eng werden. Am Spitalstandort Herisau zweifelt Sutter aber auch im Fall einer Kooperation der Spitalverbunde nicht.

"SonntagsZeitung" / "Le Matin Dimanche":

"SonntagsBlick":

Die Hamas gilt in der Schweiz nicht als Terrororganisation. Das ist anders als in der EU oder in den USA. Der Solothurner SVP-Nationalrat Christian Imark fordert laut einer Meldung des "SonntagsBlick" vom Bundesrat, ein Verbot der radikalen Palästinenserorganisation zu prüfen - analog zu den bestehenden Verboten des Islamischen Staats (IS) und der Al Kaida. "Die Hamas ist für zahlreiche Anschläge verantwortlich und regiert den Gazastreifen mit nackter Gewalt", begründet der 35-jährige Imark seinen Vorstoss im "SonntagsBlick". Die Schweiz sei mit Israel befreundet und die Hamas wolle diesen Staat aber von der Landkarte tilgen.

"Le Matin Dimanche":

Die vor allem in der Romandie beliebte Satire-Sendung "26 minutes" von Vincent Kucholl und Vincent Veilon bei RTS soll enden, wie "Le Matin Dimanche" schreibt. Die Komiker seien daran, für Anfang 2018 eine neue Show vorzubereiten und sich darauf konzentrieren zu wollen. Man werde aber in jedem Fall im Herbst mit einem neuen Format ins Fernsehen zurückkehren, hiess es.

SDA-ATS

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