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Die Schlagzeilen der Sonntagspresse im Überblick

Die Preise für die Mobiltelefonie, der Mangel an Lokführern und Ermittlungen gegen 70 mutmassliche Pädokriminelle - diese und andere Themen haben die Sonntagspresse beschäftigt. Die Schlagzeilen im Überblick (die Meldungen sind nicht bestätigt):

"NZZ am Sonntag"

: FDP-Nationalrat Ruedi Noser bringt sich für die Nachfolge des Zürcher FDP-Ständerats Felix Gutzwiller in Stellung. "Ich bin zur Kandidatur bereit und werde eine Nomination akzeptieren", sagte der Unternehmer. Noser gilt als Favorit für die Nomination der FDP; eine Gegenkandidatur zeichnet sich derzeit nicht ab. Entscheiden wird eine Delegiertenversammlung der FDP im Januar, gewählt wird im Oktober 2015. Noser kündigte an, dass er im Falle einer Nomination die Finanzierung seiner Wahlkampagne offenlegen will. Gutzwiller will sich aus der Politik zurückziehen.

"SonntagsZeitung"

: Die Preise fürs mobile Telefonieren sind in der Schweiz laut dem Bund im europäischen Vergleich hoch. Swisscom-Chef Urs Schaeppi verteidigt jedoch die Preise und übt Kritik an den Befunden des Bundes. Er erklärt im Interview mit der "SonntagsZeitung" den Unterschied mit "schweizerischen Eigenheiten". In der Schweiz sei der Bau und Betrieb von Mobilfunknetzen laut Untersuchungen 40 bis 110 Prozent teurer als anderswo - wegen der Topografie und der "sehr strengen Grenzwerten bei Antennen". Nicht einverstanden ist Schaeppi auch mit dem Befund des Bundes, der Wettbewerb sei in der Schweiz nicht sehr ausgeprägt. "Der Wettbewerb ist mehr als lebendig".

"SonntagsZeitung" / "Le Matin Dimanche"

: Bei der SBB gibt es laut einer internen Mitteilung einen Engpass an Lokführern. Pro Tag fehlen demnach pro Standort bis zu 50 Lokführer. Grund dafür ist unter anderem ein Planungsfehler, wegen dem zu wenige Lokführer ausgebildet worden sind. Um den Engpass zu lindern, wollen die SBB unter anderem Pensionierte zurückholen. Neue Gesuche um Teilzeitarbeit genehmigt die SBB nicht und SBB-Kaderleute, die als Lokführer ausgebildet wurden, sollen wieder vermehrt selbst fahren. Die SBB teilt mit, dass noch kein Zug ausgefallen sei. Bemühungen zur Behebung der Situation liefen.

"SonntagsBlick"

: Der mutmassliche Betrug um falsch deklariertes Fleisch bei Carna Grischa soll ein weit grösseres Ausmass haben, als der Verwaltungsratspräsident Ettore Weilenmann zugegeben hat. In mindestens 116 Fällen soll Importfleisch als Schweizer Fleisch verkauft worden sein. Bei hunderten weiteren Fällen gibt es einen entsprechenden Verdacht. Der Informant, der die Aufdeckung des Fleischskandals ermöglichte, geht davon aus, dass bei Carna Grisca seit zehn Jahren betrogen wird. Besonders oft "übers Ohr gehauen" worden seien "patriotische Küchenchefs, die nur Schweizer Fleisch" gewollt hätten.

"NZZ am Sonntag"

: In zwölf Kantonen haben Staatsanwaltschaften aufgrund von Informationen aus Kanada Strafverfahren wegen des Verdachts auf Kinderpornografie eingeleitet. Betroffen sind rund 70 Männer, die zwischen 2009 und 2013 bei einem kanadischen Internetanbieter Filme mit nackten Knaben gekauft haben sollen. 30 der Fälle betreffen den Kanton Zürich. Fälle gäbe es auch in anderen Kantonen. Allerdings stuften nicht alle Kantone die Filme als strafrechtlich relevant ein und eröffneten daher auch keine Verfahren. Die Stiftung Kinderschutz kritisiert die ungleiche Praxis.

"NZZ am Sonntag"

: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace setzt ihren juristischen Kampf gegen die Rechnungsführung der Betreiber der AKW Gösgen und Leibstadt fort. Die Organisation hat Anzeige gegen die Revisionsstellen KPMG und Ernst&Young eingereicht. Aus Sicht von Greenpeace sind die Werte für die Stilllegungs- und Entsorgungsfonds in den AKW-Bilanzen um mehrere hundert Millionen Franken zu hoch angesetzt. Bei tieferer Bilanzierung sähe die Finanzlage der Betreiber schlechter aus; der Atomstrom müsste teurer verkauft werden. Die Staatsanwaltschaften Aargau und Solothurn hatten 2013 Verfahren zum gleichen Thema eingestellt, die auch auf Betreiben von Greenpeace eröffnet worden waren. Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft Zürich.

"Zentralschweiz am Sonntag" / "Ostschweiz am Sonntag":

Verteidigungsminister Ueli Maurer bekundet Mühe, einen neuen Rüstungschef zu finden. Bislang soll er bei der Besetzung des Chefpostens der Armasuisse Absagen erhalten haben, respektive Bewerbungen von ungeeigneten Kandidaten, wie das Verteidigungsdepartement einer parlamentarischen Sicherheitskommission mitgeteilt hat. Kein Interesse haben der heutige Lufwaffenchef Aldo Schellenberg sowie der interimistische Rüstungschef Martin Sonderegger. Zur Diskussion steht nun, den Lohn anzuheben. Heute ist der Posten in der zweitobersten Lohnklasse des Bundes eingeteilt.

"SonntagsBlick"

: Die Ausbreitung der Asiatischen Buschmücke in der Schweiz bereitet dem Insektenforscher Alexander Mathis von der Universität Zürich Sorgen. Er hat im Labor nachgewiesen, dass das Insekt das West-Nil-Fieber übertragen kann. Es sei nur "eine Frage der Zeit", bis das gefährliche Fieber in der Schweiz heimisch werde, sagte er. Möglich sei, dass es in der Schweiz zu "lokalen Malaria-Ausbrüchen" komme. Das Bundesamt für Gesundheit registrierte beispielsweise im laufenden Jahr bereits 95 Krankheitsfälle mit dem Malaria-Stamm Vivax, während es in den Vorjahren maximal 26 waren.

"Schweiz am Sonntag"

: Mehrere Politiker der Grünen, aus der SP und auch der CVP stellen die Regierungsfähigkeit der SVP offen in Frage. Auslöser ist der kolportierte Antrag Ueli Maurers im Bundesrat, die Europäische Menschenrechtskonvention zu kündigen. Die SVP aus der Regierung werfen, möchte unter anderen auch die Co-Präsidentin der Grünen, die Berner Nationalrätin Regula Rytz. Bei der SVP stimme das Gleichgewicht zwischen dem Tragen von Verantwortung in der Regierung und dem Verhalten als Oppositionspartei nicht mehr.

"Schweiz am Sonntag"

: Tritt Eveline Widmer-Schlumpf aus dem Bundesrat zurück, gehört der freiwerdende Sitz laut BDP-Präsident Martin Landolt "aus heutiger Sicht" der CVP. Der Sitze müsse "in der Mitte bleiben", sagte der Glarner Nationalrat. Der frühere BDP-Präsident Hans Grunder bringt ausserdem einen Turnus unter den Mitte-Parteien ins Spiel: CVP, GLP und BDP könnten sich auf eine Rotation festlegen. Offen ist nach wie vor, ob Widmer-Schlumpf 2015 nochmals als Bundesrätin gewählt werden will.

"Le Matin Dimanche" / "SonntagsZeitung"

: Die drei Mitglieder der mutmasslichen IS-Zelle in der Schweiz haben sich nach Recherchen in deren Umfeld nicht erst in der Schweiz, sondern schon Jahre vorher im Irak kennengelernt haben. Die drei Männer im Alter zwischen 27 und 33 Jahren sollen alle in einer Militäreinheit gedient haben, die dem ehemaligen irakischen Machthaber Saddam Hussein treu ergeben war.

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