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Das Bundesamt für Kultur (BAK) erhöht seine fixen Beiträge an die Schweizer Filmfestivals für die kommenden Jahre um insgesamt 12,8 Prozent auf 2,64 Millionen Franken pro Jahr - die Erhöhung fällt allerdings je nach Festival höchst unterschiedlich aus. Von Jubel allenthalben kann nicht die Rede sein.

Nach Angaben des BAK erhält etwa das Zürich Film Festival eindrückliche 200 Prozent mehr - statt 50'000 neu 150'000 Franken pro Jahr. Doch der ZFF-Festivalleiter Karl Spoerri rechnet anders.

Nach Abzug der Beiträge, die das ZFF bislang für Projekte vom BAK erhalten habe, betrage der Zuwachs noch 40'000 Franken pro Jahr, erklärte Spoerri gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Der Gesamtbetrag sei im Vergleich zu anderen Festivals dieser Grössenordnung "sehr gering". Das ZFF habe sich weit mehr erhofft.

Er habe nicht den Eindruck, dass die Leistungen des ZFF vom BAK nachvollziehbar beurteilt würden, sagte Spoerri weiter. Nichtsdestotrotz sei er um den Zustupf froh: "Wir brauchen das Geld dringend." Spoerri betonte, dass der zusätzliche BAK-Beitrag vor dem Hintergrund eines Budgets von über sechs Millionen Franken zu sehen sei.

Erleichterung in Neuenburg

Dass das zusätzliche Geld für die Schweizer Filmfestivals unter anderem aus einem Topf stammt, aus dem bisher einzelne Projekte der Festivals unterstützt wurden, erklärte auch BAK-Filmchef Ivo Kummer.

Für die berücksichtigten Festivals sei die Erhöhung der fixen Beiträge jedoch in jedem Fall vorteilhaft, da sie nun "Planungssicherheit" hätten, betonte Kummer auf Anfrage: "Ausserdem werden die Beziehungen zwischen BAK und Festivals vereinfacht."

Höhere fixe Beiträge erhalten neben dem ZFF insbesondere das Animationsfilmfestival Fantoche in Baden mit einem Plus von 33,3 Prozent (160'000 statt 120'000 Franken) und das internationale Filmfestival Freiburg (FIFF) mit einem Plus von 30 Prozent.

Etwas knapper gehalten wird hinsichtlich des Zuwachses (+25 Prozent) das Neuchâtel International Fantastic Film Festival (NIFFF). Hier reagierten die Verantwortlichen jedoch positiv. Die Erhöhung von 120'000 auf 150'000 Franken helfe mit, die Existenz des Festivals zu sichern, heisst es in einem Communiqué.

Warterunde für Locarno

Das Dokfilmfestival Visions du Réel in Nyon bekommt künftig 7,5 Prozent mehr - die kleinste Erhöhung. In absoluten Zahlen erhält die Veranstaltung in den Jahren 2014-2016 von allen bereits erwähnten Festivals jedoch am meisten Geld aus Bern: 430'000 Franken.

Erstmals gefördert wird das Kurzfilmfestival Shnit mit 70'000 Franken, wie aus dem Communiqué des BAK vom Donnerstag hervorgeht. Nicht mehr Geld gibt es einstweilen für das Festival del film Locarno und die Kurzfilmtage Winterthur. Sie erhalten 2014 wie bis anhin 1,45 Millionen respektive 100'000 Franken.

Das BAK begründet dies mit dem Wechsel in den Leitungsgremien dieser beiden Festivals. Ihre Gesuche würden nach den ersten Ausgaben unter neuer Leitung nochmals geprüft. Insgesamt bewarben sich elf Festivals um eine Leistungsvereinbarung mit dem BAK. Für die Solothurner Filmtage als Werkschau wurde bereits 2012 eine separate Leistungsvereinbarung abgeschlossen.

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SDA-ATS