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Der Schweiz drohen zum zweiten Mal in der Neuzeit nach 2010 Olympische Spiele ohne Edelmetall im Bob. Im Zweier ruhen die Hoffnungen am ehesten auf den startschnellen Clemens Bracher/Michael Kuonen.

Nationaltrainer Wolfgang Stampfer stapelt nicht tief, wenn er im Zweierbob, der am Sonntag und Montag ausgetragen wird, von einem Diplom als Zielsetzung spricht. Die Hoffnungen ruhen in diesem ersten Bobwettkampf in erster Linie auf dem Aufsteiger des Jahres, Clemens Bracher. Der Emmentaler sorgte bei seinem Weltcup-Debüt in Winterberg mit dem Sieg für eine Sensation und doppelte mit dem 3. Rang in Innsbruck nach. Beides sind jedoch Bahnen, die der 31-jährige Gebäudetechniker aus dem Europacup kannte und die ihm liegen.

In Pyeongchang hat Bracher hingegen den Nachteil, dass er weder die Trainingswoche für das Weltcup-Finale vor einem Jahr noch diejenige im Herbst mitmachen konnte. Die Strecke in Südkorea ist also - anders als für fast alle Konkurrenten - Neuland für ihn. Er gab sich nach den ersten Test- und Trainingsfahrten dennoch zuversichtlich. "Die Bahn kommt mir wie ein Verschnitt zwischen Innsbruck, Winterberg und La Plagne vor", meinte er. Und auf zwei dieser drei Eisrinnen war er ja ausgesprochen erfolgreich.

Bracher muss sich aber auch bezüglich Material erst herantasten, so dass die ersten Trainingsresultate wenig aussagekräftig sind. "Ich habe bis jetzt meine langsamen Kufen ausgepackt und sollte nun laufend schneller werden", hofft Bracher. Mit dem Walliser Michael Kuonen sollte er am Start konkurrenzfähig sein, was vor allem im kleinen Schlitten eine Grundvoraussetzung ist, um eine Chance zu haben.

Rico Peter gehört hingegen nicht zu den schnellsten Startern. Er setzt seine Hoffnungen deshalb fast vollständig auf den Vierer, mit dem er bei der Olympia-Hauptprobe vor elf Monaten Zweiter gewesen ist - hinter dem vom IOC ausgeschlossenen Russen Alexander Kasjanow. Ein gutes Resultat mit dem Boblet würde nach einer Saison, die bisher alles andere als nach Wunsch verlief, aber Selbstvertrauen und Sicherheit verleihen. Sein rechter Daumen, den er sich Anfang Jahr bei einem Sturz in Altenberg gebrochen hatte, ist soweit verheilt, dass er keine Einschränkung mehr darstellt.

Deutsche wollen Scharte auswetzen

Die Topfavoriten kommen aus Deutschland und Kanada. Der Kanadier Justin Kripps gewann in dieser Saison erstmals den Gesamt-Weltcup und war nie schlechter als Vierter. Auch Teamkollege Chris Spring ist ein Medaillenanwärter, ebenso wie alle drei Deutschen. Francesco Friedrich möchte seinen vier WM-Titeln nur zu gerne eine Olympiamedaille hinzufügen. Vor vier Jahren in Sotschi gingen die Deutschen sensationell leer aus.

Die Letten sind bei Grossanlässen immer zu beachten, dürften aber im Vierer eher stärker sein. Der grosse Unbekannte ist Won Yunjong. Der Südkoreaner würde es nur zu gerne seinem Landsmann und Skeleton-Olympiasieger Yun Sungbin gleichtun. Won gewann 2015 den Gesamt-Weltcup, wurde letzten Winter Dritter, bestritt in dieser Saison aber nur die ersten drei Weltcuprennen. Seither dürfte er unzählige Trainingsfahrten im Alpensia Sliding Centre absolviert haben.

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SDA-ATS