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Brugg AG - Wer wandernd Viehweiden durchquert soll nicht in Versuchung kommen, Torero zu spielen. Im Gegenteil: Fachleute raten, mit genügend Abstand sowie ruhig und unauffällig an den Tieren vorbeizugehen.
Kreuzen sich die Wege von Wanderern und Tieren dennoch, sollen die Tiere nicht erschreckt oder gar berührt werden. Vor allem Kälber sollen nicht gestreichelt werden. Auch vom Herumfuchteln mit einem Wanderstock wird abgeraten. Zu einem gezielten Schlag auf die Nase eines Rindes soll nur im absoluten Notfall angesetzt werden.
Neue Formen der Nutztierhaltung hätten dazu geführt, dass heute vermehrt Freilauftiere auf Wanderwegen, welche Weiden durchqueren, auzutreffen sind. Dies schreiben der Schweizerische Bauernverband, die Schweizer Wanderwege, die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) und die Vereinigung der Ammen- und Mutterkuhhalter in einer Mitteilung vom Mittwoch.
Die Weidehaltung ermögliche den Tieren, ihren natürlichen Mutter- und Herdentrieb auszuleben. Die Kuh sei bereit, ihr Kalb gegen Gefahren zu beschützen. Das Gleiche gelte für den Stier, der seine Herde verteidigt und sich gegen Rivalen durchsetzt. Dieses natürliche Verhalten könne zu Konflikten mit Wanderern führen.
Zahl der Unfälle hat leicht zugenommenKonkrete Zahlen über Unfälle mit Wanderern und Weidetieren gebe es nicht, weil solche Vorfälle nicht meldepflichtig seien, sagt Martina Studinger von der BUL auf Anfrage. Es habe schon immer solche Unfälle gegeben, auch wenn die Zahl auf Grund von neuen Tierhaltungsformen in den letzten 20 Jahren leicht zugenommen habe.
Auch die Zahl der Tiere auf den Alpen sei nicht gestiegen, gibt Studinger zu bedenken. Bei den Mutterkühen sei der Instinkt der Tiere aber grösser als bei den Milchkühen ohne Kälber oder bei Rindern.
"Tiere bergen immer ein gewisses Risiko", sagt auch Thomas Jäggi vom Schweizerischen Bauernverband. Es passierten mehr Unfälle bei der Tierbetreuung als bei Zwischenfällen mit Wanderern auf Weiden. Zudem verunglückten Wanderer weitaus mehr bei sonstigen Unfällen, als bei Zwischenfällen mit Weidetieren.

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SDA-ATS