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Zürich - Die Sterbehilfeorganisation Dignitas hat letztes Jahr 97 Menschen in den Freitod begleitet, 2009 waren es 98. Das sind rund ein Drittel weniger als in früheren Jahren. Grund dafür sei ein Entscheid des Zürcher Kantonsarztes, sagte Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli.
"Der Kantonsarzt akzeptiert nicht mehr, dass ein Arzt nach nur einer Konsultation des Sterbewilligen das Rezept für die tödliche Dosis Natrium-Pentobarbital (NAP) verschreiben darf", sagte Minelli in einem am Samstag im "Tages-Anzeiger" erschienenen Interview. Seit 2008 seien dafür zwei Konsultationen nötig.
Damit sei die Kapazität der drei Dignitas-Ärzte um 50 Prozent reduziert worden, was sich auf die Zahl der Freitodbegleitungen niedergeschlagen habe. "Wir müssen mehr Sterbewillige verströsten", sagte der Dignitas-Chef.
"Menschen müssen Wahlfreiheit haben"Minelli betonte im Interview, dass sich die Situation rund um die Freitodbegleitungen wegen der demografischen Entwicklung verschärft habe. "Die Leute werden immer älter und kommen immer eher in eine Situation, in der sie gerne gehen würden." Die Menschen müssten diese Freiheit am Lebensende haben, sagte Minelli.
"Das Wissen, dass man die Freiheit hat, wirkt befreiend." Er erkenne dies daran, dass 70 Prozent der Leute, die Dignitas konkret um die Vorbereitung zu einer Freitodbegleitung beten würden, sich gar nicht mehr meldeten. "Wir geben den Leute eine Wahlmöglichkeit, die sie für den Rest des Lebens befreit", sagte Minelli.
"Wir haben in den letzten 13 Jahren etwa 1140 Schwerkranken geholfen, sicher zu sterben." 30'000 Menschen jedoch hätte seine Organisation zum Leben hin geholfen, sagte der Dignitas-Gründer im Interview. Weiter forderte er, dass das Gesetz den Anspruch auf Begleitung und das sichere Mittel NAP gewährleisten müsse.

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SDA-ATS