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Nach groben Pöbeleien des britischen Stardesigners John Galliano trennt sich das französische Traditionshaus Dior von ihm. Galliano habe sich "besonders abscheulich" verhalten, erklärte das Modehaus am Dienstag in Paris. Daher bereite das Unternehmen die Kündigung vor.

Galliano steht seit dem Wochenende in der Kritik, weil er in seiner Stammbar im Pariser Szeneviertel Marais wiederholt ausfallend geworden war und mehrere Gäste mit judenfeindlichen Bemerkungen beschimpft haben soll.

Am Montag hatte die Polizei ihn zu einer Gegenüberstellung mit einem Paar und einer Frau geladen, die ihn angezeigt hatten; während die drei Bargäste bei ihrer Darstellung blieben, bestätigte zunächst kein Zeuge die Schilderung.

In der Modebranche hiess es derweil, Dior habe sich schon länger von Galliano trennen wollen und nur nach einem Vorwand gesucht. "Ich habe gehört, dass Dior nach einem Weg gesucht hat, ihn rauszuwerfen", sagte eine Kennerin der Szene.

Galliano hatte seit 1996 die Mode für Dior entworfen und wird als Motor des Traditionshauses gesehen, das einen Jahresgewinn von rund 700 Millionen Euro macht. Der Designer gibt eine Pöbelei in seiner Stammbar "La Perle" zu, bestreitet aber entschieden, judenfeindliche Bemerkungen gemacht zu haben.

90 Schauen an 9 Tagen

In Paris fingen am Dienstag die Modeschauen für Herbst und Winter an, bei denen auch Dior seine Kollektion zeigen wollte. Zunächst sagte das Haus die Schau nicht ab. Gallianos Schau für sein eigenes Label ist für Sonntag geplant.

Zwar stehen insgesamt über 90 Schauen auf dem Kalender des neuntägigen Modemarathons, doch im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Dior-Schau an diesem Freitag. Nach Angaben von Mitarbeiten laufen die Vorbereitungen für die Show trotz der Suspendierung Gallianos durch Dior weiter.

Damit stiehlt das Defilee ohne Designer ein wenig der meist gehypten Präsentation die Schau: Am Sonntag (6.3.) wird der Franzose Christophe Lemaire seine erste Kollektion für das Modehaus Hermès präsentieren.

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SDA-ATS