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Dortmunds Demut vor dem Derby auf Schalke

19 Punkte liegt Borussia Dortmund vor dem 153. Revierderby vor Rivale Schalke 04. Dennoch versucht sich der noch ungeschlagene Leader der Bundesliga einmal mehr von der Favoritenrolle zu distanzieren.

In der Tabelle trennen die Erzrivalen Welten. Doch selbst der enorme Vorsprung und die bisherige Dominanz kann den enteilten Spitzenreiter Borussia Dortmund vor dem Kräftemessen bei Schalke nicht zu markigen Sprüchen verleiten. "Wir müssen uns top vorbereiten und eine sehr gute Leistung bringen", sagte BVB-Coach Lucien Favre vor seinem ersten Revierderby. "Es wird ein ganz enges Spiel, da muss man kein Prophet sein", pflichtete Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Favre bei.

Dabei ist die Ausgangslage so klar wie selten. Die nach 13 Runden noch ungeschlagene Borussia geht mit 19 Punkten Vorsprung auf den abgestürzten Meisterschaftszweiten der letzten Saison in die prestigeträchtige Partie. Grösser war der Abstand zwischen den beiden Rivalen vor einem Hinrunden-Spiel noch nie. Gleichwohl verwies auch Marcel Schmelzer darauf, was wirklich über Sieg oder Niederlage entscheidet. "Es ist im Derby egal, welchen Platz die Mannschaften belegen. Es kommt in erster Linie darauf an, wie sehr man dieses Spiel gewinnen will."

Nicht zuletzt deshalb warnte Sportdirektor Michael Zorc: "Schalke hat die Möglichkeit, mit einem Spiel sehr viel wieder zurechtzurücken. Das müssen wir wissen." Noch frisch ist die Erinnerung an das letzte Duell Mitte April, als sich der BVB mit einem leidenschaftslosen Auftritt auf Schalke mit 0:2 abfertigen liess. Auch die gefühlte Niederlage beim legendären 4:4 nach 4:0-Pausenführung daheim hallt beim BVB noch nach. "Das verrückte Spiel ist leider auch noch sehr präsent. Bis vor kurzem waren es immer die erfolgreichen Derby-Momente, die ich in Erinnerung hatte. Seit dem letzten Jahr ist das ein bisschen in den Schatten gestellt worden", sagte Zorc.

Schalkes Trainer Domenico Tedesco ist in seinen beiden Treffen mit den Nachbarn noch unbesiegt. Eine Bilanz, die er gerne beibehalten würde. Zuletzt hat sich seine Mannschaft nach dem deprimierenden Start mit fünf Niederlagen in die Meisterschaft zurückgekämpft, wenn auch mit wenig glanzvollen Auftritten: Seit dem sechsten Spieltag holten nur vier Teams mehr Zähler als die Königsblauen (14).

Nicht zuletzt deshalb sieht auch Tedesco "im Derby keinen Aussenseiter und keinen Favoriten". "Wir werden alles tun, um das Spiel erfolgreich zu gestalten. Und wenn wir darauf schauen, wie überwiegend stabil wir zuletzt waren, macht das auch Mut."

BVB-Coach Favre kann im Derby wohl sein bestes Team aufbieten, nur der Einsatz von Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou (Fussstauchung) ist fraglich. Wieder mittun könnte dafür Manuel Akanji. "Ich fühle mich gut, habe keine Schmerzen mehr", sagte der 23-jährige Abwehrchef, der zuletzt gegen Freiburg wegen einer Zerrung der Kniegelenkskapsel gefehlt hatte.

Kovac etabliert Rotationsstopp bei Bayern München

Ein weiteres Derby steigt in Bayern. Dortmund-Verfolger München duelliert sich mit dem 1. FC Nürnberg. Bayern-Coach Niko Kovac verkündete einen totalen Rotationsstopp. "Ich habe gesagt, okay, die Rotation wird stattfinden, aber nur dann, wenn einer verletzt ist beziehungsweise wenn wirklich jemand total am Boden ist", sagte der ehemalige Coach von Eintracht Frankfurt. "Das Kader ist bekannt - und die ersten Elf im Moment auch."

Nürnberg indes hofft auf eine Überraschung. "Wir brauchen ein perfektes Spiel, müssen defensiv überragend verteidigen und brauchen einen Gegner, der sein Spiel nicht auf den Platz bringt", meinte Trainer Michael Köllner. Die Franken warten schon seit sieben Spielen auf einen Sieg.

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