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Das Valon-Behrami-Casting läuft. Der Schweizer Nationalcoach prüft die Varianten. Zwei Akteure aus der Serie A und der Bundesliga besitzen die Chance, seinen Platz zu erben.

Aus sportlicher Sicht rückt die Begegnung mit Ungarn in den Fokus, angesichts des offensichtlichen Qualitätsunterschieds zum abgestürzten Achtelfinalisten der letzten EM sind andere Themen aber drängender. Im Zentrum steht vor allem eine Frage: Wer ersetzt den verletzten Team-Patron Behrami? Nicht nur im WM-Qualifikations-Heimspiel gegen die Osteuropäer, sondern vor allem in der Gruppen-Finalissima gegen Portugal.

Vladimir Petkovic hat verschiedene Szenarien und Namen im Kopf. Der Coach wird seine Personalentscheide nicht nur von seiner Intuition und den Beobachtungen der letzten Trainingstage abhängig machen, die Einschätzung von Granit Xhaka dürfte für ihn ebenfalls von Interesse sein. Der Skipper im defensiven Aufbaubereich ist auf einen robusten Partner angewiesen, der bereit ist, im Schatten des Passkönigs Schwerarbeit zu verrichten.

Sollte der Schweizer Selektionär an seinem erprobten 4-2-3-1-System mit Blerim Dzemaili als Regisseur festhalten, kämen drei Kandidaten in Frage: Denis Zakaria (Borussia Mönchengladbach), EM-Teilnehmer und bei der Borussia mit viel Drive gestartet, Remo Freuler (Atalanta Bergamo), in der letzten Saison eine Serie-A-Entdeckung, und Fabian Frei (Mainz), fünffacher Schweizer Meister und Bundesliga-Stammkraft.

Die Konstanz Freulers und ein "Sechser-Wunder"

Für Freuler, inzwischen seit 20 Monaten in Bergamo engagiert, spricht das bereits sehr lang anhaltende Formhoch. Mit seiner Konstanz im oberen italienischen Segment hat er sich für wichtigere SFV-Aufgaben aufgedrängt und sagt: "Ich musste viel investieren, um dieses Level zu erreichen." In der WM-Kampagne vertraute ihm Petkovic bisher einmal von Beginn weg.

Je nach Verlauf der Partie am nächsten Samstag im St.-Jakob-Park könnte Zakaria drei Tage später zum Zug kommen. Die Geschichte wäre dann in seinem Fall mit jener von Xhaka zu vergleichen. Der Arsenal-Professional gehörte 2011 unter Ottmar Hitzfeld ausgerechnet in Wembley im Teenager-Alter erstmals zur Startelf. Zählt nun auch der 20-jährige Zakaria zu einem kursweisenden Zeitpunkt erstmals zur Startformation?

Die deutschen Kommentatoren sind sich nach ein paar Wochen einig: "Ein Sechser-Wunder." Er sprühe wie die Funken einer Wunderkerze, philosophierte die "Rheinische Post". Zakaria bleibt nach erst sechs Bundesliga-Einsätzen lieber leise und selbstkritisch. Er verliere noch zu viele Bälle und sei zu ungestüm. "Trotzdem will ich irgendwann bereit sein, den nächsten Step zu machen. Es liegt auch an mir, wie weit der Weg ist", erklärte er im September in einem SDA-Interview im Zusammenhang mit seinen Plänen in der Nationalmannschaft.

Eher unwahrscheinlich ist eine Nominierung von Frei. In der SFV-Auswahl kam der frühere Basler Taktgeber nie richtig auf Touren. Das Aufgebot für die EM-Endrunde war eine Überraschung, beinhaltete aber keine Statusänderung. Der kluge Kopf aus Mainz bleibt ein überdurchschnittlicher Backup.

Systemänderung kaum geplant

Sollte Petkovic beabsichtigen, den Ausfalls Behramis mit einer Umstellung der taktischen Formation aufzufangen, reicht die Fantasie von einem 4-1-4-1 bis zum klassischen 4-4-2. Das nachträgliche Aufgebot von Mario Gavranovic ist zumindest als minimaler Anhaltspunkt für diese Theorie zu interpretieren. Nach acht Siegen in Serie sind nach der Absage eines wichtigen Akteurs allerdings keine fundamentalen Umbauarbeiten angezeigt.

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SDA-ATS