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Beat Feuz mit optimaler Vorbereitung, Patrick Küng mit einem Schritt vorwärts und Mauro Caviezel mit Konstanz auf hohem Niveau: Drei Schweizer versprühen vor dem Auftakt der Speed-Fahrer Zuversicht.

Die Schocknachricht über den Tod des im Training verunfallten Franzosen David Poisson schüttelte die Ski-Welt in den letzten Zügen der Vorbereitung auf die ersten Speed-Weltcuprennen in Lake Louise durch. Keine zwei Wochen später bemühen sich Trainer und Fahrer um die Rückkehr zur Normalität. Mit der Weltcup-Abfahrt am Samstag (20.15 Uhr Schweizer Zeit) und dem Super-G am Sonntag (20.00 Uhr) stehen am Wochenende die ersten Speedrennen der Olympiasaison bevor.

Die Perspektiven der Schweizer Equipe sind durchaus gut. "Wir können zuversichtlich in die Saison gehen", sagt Andy Evers, der neue Trainer der Schweizer Speed-Gruppe, vor der Ouvertüre. Zum guten Gefühl tragen die positiven Eindrücke aus der Vorbereitung bei, aber auch die Überzeugung, dass das Team der Männer in der Breite stärker geworden ist. "Als Mannschaft sind wir sicher besser drauf als letzte Saison", hält Cheftrainer Thomas Stauffer fest.

Feuz im Fahrplan

Weil Quervergleiche mit anderen Nationen in der Vorbereitung weitestgehend fehlten, ist schwer abschätzbar, wo genau man steht. Dass Weltmeister Beat Feuz, der chronische Kniepatient, sein komplettes Trainingsprogramm uneingeschränkt durchziehen konnte und auf mehr Schneetage als in der Vergangenheit zurückblickt, klingt verheissungsvoll. Obwohl der eher wenig anspruchsvolle Kurs von Lake Louise nicht seinen Präferenzen entspricht, schaffte er es 2011 in den kanadischen Rocky Mountains als Zweiter in der Abfahrt schon einmal auf das Podest.

Mauro Caviezel ist derweil dabei, sein zweifelsohne grosses Potenzial endlich ausschöpfen zu können. Der in den letzten Jahren durch diverse Verletzungen ausgebremste 29-jährige Bündner verzeichnete einen ungewohnt reibungslosen Sommer. Prompt waren seine Trainings-Leistungen vielversprechend. Mit der WM-Bronzemedaille in der Kombination und Platz 3 im Super-G von Aspen, seinem ersten Weltcup-Podestplatz, hat Caviezel in der vergangenen Saison aufhorchen lassen. Im Olympia-Winter daran anzuknüpfen, ist das Ziel.

Eine Steigerung ist Patrick Küng zuzutrauen. Nach überstandener Knie-Verletzung fand der Glarner in der Vorsaison mit nur einem Top-10-Platz (im Dezember in der Abfahrt von Val d'Isère) nicht zu alter Stärke zurück. Das um zwei Hundertstel verpasste Abfahrtspodest an der WM in St. Moritz war ein Ausreisser nach oben. Nun attestieren ihm Stauffer und Evers klare Fortschritte, was sich mit dem Gefühl des Abfahrtsweltmeisters von 2015 deckt.

An der Spitze die üblichen Verdächtigen

Messen müssen sich die Schweizer Topfahrer im Kampf um die Podestplätze primär mit den Favoriten der letzten Saison aus Norwegen (Kjetil Jansrud, Alexander Kilde), Österreich (Matthias Mayer, Max Franz, Hannes Reichelt) und Italien (Dominik Paris, Peter Fill, Christof Innerhofer).

Dazu meldet sich Aksel Lund Svindal zurück, der die letzte Saison wegen Knieproblemen zum zweiten Mal in Folge im Januar abbrechen musste. In Lake Louise tritt der bald 35-jährige Norweger als fünffacher Sieger an. Teamkollege Jansrud sorgte mit seinem Doppelsieg 2014 dafür, dass sieben der letzten acht Siege in den kanadischen Rocky Mountains an Norwegen gingen.

Elf Schweizer in Kanada am Start

Insgesamt elf Schweizer stehen am Wochenende in Lake Louise am Start. Zu einem Spitzenplatz scheint an einem guten Tag neben dem Leader-Trio auch Marc Gisin fähig. Der knapp zwei Meter grosse Athlet aus Engelberg, der die letzte Saison wegen der Nachwirkungen eines Schädel-Hirn-Traumas im Dezember abbrechen musste, liess in den Trainings verschiedentlich mit Bestzeiten aufhorchen. Jedoch fehlte es ihm noch an Konstanz.

Für die aufstrebenden Talente um Europacupsieger Gilles Roulin, den Europacup-Gesamtzweiten Stefan Rogentin und den -vierten Gian Luca Barandun (alle 23-jährig) geht es zunächst darum, weitere Erfahrungen auf oberster Stufe zu sammeln. Dass "die Jungen sehr gut Ski fahren", ist für Stauffer aber augenscheinlich. Er erwartet, dass sich mehr seiner Schützlinge in den Top 30 klassieren werden als in der Vorsaison.

Nichts Neues zu Janka

Der grosse Abwesende im Schweizer Lager ist Carlo Janka, der sein womöglich nicht ganz durchgerissenes Kreuzband im rechten Knie mit einem konservativen Aufbau behandelt und auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Südkorea im Februar hofft. Der Zeitpunkt der Rückkehr des Obersaxers, ist völlig offen. Eine Prognose sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, sagt Evers. Angeblich plant Janka im Dezember erste Versuche im Schnee. Diese dürften dann die entscheidenden Rückschlüsse liefern.

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SDA-ATS