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In Dresden haben am Samstag tausende Menschen gegen mehrere Neonazi-Veranstaltungen demonstriert. Dabei kam es zu teils schweren Ausschreitungen zwischen der Polizei und Demonstranten - 82 Polizisten wurden dabei verletzt, sieben davon schwer.

Die Polizei zeigte sich am Sonntag erschüttert von der Brutalität, mit der Rechts- und Linksextreme gegen Polizisten vorgegangen waren. Angaben zu verletzten Demonstranten gab es keine. Allerdings wurden 78 links- und rechtsextreme Randalierer vorübergehend festgenommen.

Insgesamt demonstrierten am Samstag zwischen 16'000 und 20'000 Menschen mit Mahnwachen vor Kirchen, aber vor allem auch mit Blockaden gegen die geplanten Neonazis-Aktionen. Darunter waren auch zahlreiche Bundestagsabgeordnete. Die meisten Proteste verliefen friedlich. Den zwischen 1500 und 3000 Neonazis gelang es nicht, die geplanten Kundgebungs- und Aufmarschplätze zu erreichen.

Pflastersteine und Holzlatten gegen Polizei

Am Rande der Blockaden kam es zu schweren Auseinandersetzungen, die sich vor allem in einer Seitenstrasse nahe der Universität ereigneten. Dort wurden die Polizisten von linksextremen Demonstranten mit Pflastersteinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern angegriffen. Umstehende Autos wurden demoliert und Mülltonnen angezündet. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Pfefferspray ein.

An anderen Orten lieferte sich die Polizei Auseinandersetzungen mit Rechtsextremen, die spontan versuchten, andere Versammlungsorte zu erreichen. Sie hatten mit Holzlatten und anderen Gegenständen Beamte angegriffen.

Die Polizei versuchte mit einem massiven Aufgebot beide politischen Lager auseinanderzuhalten. Rund 4500 Beamte aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz.

Kein Ausweichen nach Leipzig

Aufgrund der Blockaden sagten die Neonazis eine der drei geplanten Veranstaltungen am Nachmittag ab. Etwa 500 Neonazis fuhren daraufhin nach Leipzig. Die Behörden dort lehnten eine Spontandemonstration jedoch ab.

Noch vergangene Woche verliefen ähnliche Demonstrationen friedlich: Am 66. Jahrestag der alliierten Bombenangriffe auf Dresden am 13. Februar hatten rund 17'000 Demonstranten gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten protestiert.

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SDA-ATS