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Mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen und einer kilometerlangen Menschenkette haben Tausende Dresdner am Sonntag gegen den Aufmarsch von Neonazis in der Stadt protestiert.

Am 66. Jahrestag der Bombenangriffe auf Dresden reihten sich bei Schnee und Minusgraden nach Angaben der Stadtverwaltung 17'000 Menschen in die Kette ein. Viele von ihnen trugen als Zeichen des friedlichen Widerstandes eine weisse Ansteckrose an der Jacke.

Die Dresdner erinnerten damit zugleich an die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Zu den Teilnehmern gehörten Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (beide CDU) sowie Vertreter aller demokratischen Parteien.

"Auch in diesem Jahr wissen wir unser Dresden zu schützen", sagte Bürgermeister Detlef Sittel (CDU). Neonazis dürfe kein Raum gegeben werden. Sie besudelten das Andenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Neonazis wollen Gedenktag missbrauchen

Bei den alliierten Bombenangriffen am 13. und 14. Februar 1945 auf Dresden waren bis zu 25'000 Menschen ums Leben gekommen. Neonazis versuchen seit Jahren, den Gedenktag für ihre Zwecke umzudeuten und zu missbrauchen.

Im vergangenen Jahr war es 12'000 Demonstranten erstmals gelungen, den Aufmarsch von mehr als 6000 Rechtsextremisten zu verhindern. Zudem bildeten am 13. Februar 2010 rund 15'000 Dresdner eine Menschenkette um die historische Altstadt, um gegen den Aufmarsch zu protestieren.

Diesmal gelang des den Dresdnern, die Menschenkette zu verlängern. Sie führte erstmals über zwei Brücken und entlang des Elbe-Ufers der Dresdner Neustadt. Der frühere sächsische Innenminister de Maizière würdigte die Menschenkette als "Sieg für diese Bewegung und ein starkes Votum für die Demokratie".

Regierungschef Tillich sagte, es gehe erneut ein starkes Signal von Dresden in die Welt.

1300 Neonazis marschieren durch Dresden

Die Neonazis versammelten sich nach dem Ende der Menschenkette am Nachmittag am Dresdner Hauptbahnhof. Die Polizei zählte rund 1300 Rechtsextreme, die unter Polizeischutz mit dem Aufmarsch begannen. Das Gebiet um den Hauptbahnhof und die Marschroute waren zuvor weiträumig abgesperrt worden.

Augenzeugenberichten zufolge verkürzte die Polizei die Strecke der Rechtsextremen, um ein Aufeinandertreffen mit mehreren hundert linksgerichteten Demonstranten zu vermeiden, die Parolen wie "Nazis raus" skandierten.

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SDA-ATS