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Nach Marcel Hirschers Solo im Riesenslalom wird im Slalom ein Duell erwartet. Unter normalen Umständen werden der Österreicher und der Norweger Henrik Kristoffersen den Sieg unter sich ausmachen.

Es sind imposante Werte, die die zwei Ausnahmekönner in diesem Winter in den bisherigen acht Weltcup-Slaloms vorzuweisen haben. Hirscher hat sechsmal gewonnen und ist einmal Zweiter geworden, Kristoffersen hat einen Sieg, vier zweite und drei dritte Plätze in seiner Bilanz stehen.

Hohe Schule

In einer Disziplin, in der die geringste Unachtsamkeit das Ausscheiden bedeuten kann, spulen der Österreicher und der Norweger Mal für Mal ihr Programm mit allerhöchster Präzision auf höchstmöglichem Niveau ab. Das ist hohe Schule im Stangenwald mit einer Konstanz, die beeindruckt.

Hirscher bietet sich am Donnerstag die Möglichkeit, innert zehn Tagen zum dritten Mal Gold zu gewinnen. Siegt er wie in der Kombination und im Riesenslalom, wäre er erst der dritte Alpine, der bei der gleichen Veranstaltung dreimal Olympiasieger würde. Bisher haben dies lediglich sein Landsmann Toni Sailer 1956 in Cortina d'Ampezzo und der Franzose Jean-Claude Killy 1968 in Grenoble geschafft. In jenen Zeiten hat das olympische Programm der Alpinen nur aus Abfahrt, Riesenslalom und Slalom bestanden.

Kristoffersen seinerseits könnte mit seinem ersten Olympiasieg seinen Medaillensatz komplett machen. Vor vier Jahren bei den Spielen in Sotschi gewann er im Slalom Bronze, im Riesenslalom am Sonntag Silber.

Aufgrund der Ergebnisse in diesem Weltcup-Winter ist es also nicht zu vermessen vorauszusagen, dass bei normalem Verlauf des Slaloms die ersten zwei Plätze vergeben sind. Sollte einer der zwei Kronfavoriten aber schwächeln oder sollten gar beide Sieganwärter ausgerechnet beim Highlight der Saison patzen, würde eine ganze Reihe von Fahrern bereitstehen.

Zweimal Vollgas

Zu ihnen gehört mit Sicherheit Daniel Yule. "Wenn alles passt, kann ich vorne mitmischen", sagt der Walliser. Die dritten Ränge in Kitzbühel und in Schladming haben dem Sohn schottischer Einwanderer zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. Für Yule ist die Losung relativ einfach. "Marcel (Hirscher) und Henrik (Kristoffersen) fahren im Normalfall in einer eigenen Liga. Aber dahinter gibt es zehn, fünfzehn Fahrer, die um einen Podestplatz kämpfen. Ich habe deshalb keine Wahl. Ich muss zweimal Vollgas geben, wenn ich eine Chance haben will."

Ebenfalls mit viel Selbstvertrauen ist Ramon Zenhäusern nach Südkorea gereist. Der Sieg im Parallel-Event in Stockholm war für Yules Kantonskollegen der bisherige Höhepunkt einer steten Steigerung in diesem Winter. Er wolle zweimal das zeigen, was er draufhabe, sagt der Zwei-Meter-Mann. "Dann kommt es gut. Wenn es aufgeht, kann es für mich auch Richtung Podest gehen."

Zum Schweizer Quartett gehören zudem Luca Aerni und Loïc Meillard. Aernis Weg führte im Vergleich zu jenem von Zenhäusern in die andere Richtung. Nach dem zweiten Platz in Madonna di Campiglio und dem fünften in Zagreb lief es dem Berner nicht mehr nach Wunsch, seinen Auftritt in der olympischen Kombination in der vergangenen Woche eingeschlossen. Noch schlimmer war es zuletzt Meillard ergangen. Er war mit einem sechsten Rang in Levi glänzend in den Winter gestartet, schied zuletzt aber dreimal hintereinander im ersten Lauf aus. Der Donnerstag wäre für beide der optimale Termin für die Kehrtwende.

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