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Nicht immer fliegen Drohnen und Verkehrsflugzeuge in solch einer sicheren Distanz aneinander vorbei. Die Fälle von Fastkollisionen nehmen weiter zu. (Themenbild)

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

(sda-ats)

Der Bund warnt zum wiederholten Mal vor dem Umgang mit Drohnen: Laut der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST kommen gefährliche Annäherungen zwischen bemannten und unbemannten Luftfahrzeugen immer öfter vor. Der negative Trend setzt sich damit fort.

In der jüngeren Vergangenheit wurden immer wieder Zwischenfälle zwischen Drohnen und Flugzeugen publik. Der letzte geschah am 6. Mai südöstlich des Flughafens Zürich, wo sich eine Swiss-Maschine und eine Drohne gefährlich nahe kamen. Die SUST hat wegen des schweren Vorfalls eine Untersuchung eröffnet.

Im neusten Jahresbericht 2016 der Behörde, der am Donnerstagabend veröffentlicht worden ist, heisst es nun schwarz auf weiss: "Gegenüber den Vorjahren war eine deutliche Zunahme von gefährlichen Annäherungen zwischen bemannten und unbemannten Luftfahrzeugen (Drohnen) festzustellen." Es seien drei Untersuchungen eröffnet worden.

Die Gesamtzahl gefährlicher Annäherungen in der Luft - sogenannter Airprox - ist noch deutlich höher. Bei 16 solchen "schweren Vorfällen" wurde im vergangenen Jahr eine Untersuchung eingeleitet. Zum Vergleich: 2009 waren es noch drei Fälle gewesen.

Kollision "nur eine Frage der Zeit"

Die SUST forderte bereits in mehreren Schluss- oder Zwischenberichten Massnahmen, um Drohnen und andere unbemannte Fluggeräte auf dem Radar sowie an Bord von Flugzeugen anhand von Kollisionswarngeräten frühzeitig erkennbar zu machen. International werde etwa eine Transponderpflicht diskutiert.

Weil unbemannte Fluggeräte mehrheitlich nur visuell und nicht anhand von Kollisionswarngeräten erfasst werden, sei eine Kollision mit einem Verkehrsflugzeug in geringen Flughöhen "nur noch eine Frage der Zeit", hiess es etwa. Wegen ihrer Dimension könnten vor allem Multikopter einen beträchtlichen Schaden an einem Triebwerk anrichten oder einen Brand auslösen.

Gemäss Schätzungen des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) werden in der Schweiz rund 20'000 Drohnen für den privaten und kommerziellen Einsatz betrieben.

Alles in allem ein Durchschnittsjahr

Wie der SUST-Jahresbericht weiter zeigt, wurden im vergangenen Jahr durch Unfälle von Luftfahrzeugen auf Schweizerischem Hoheitsgebiet und von in der Schweiz eingetragenen Luftfahrzeugen im Ausland ein Fluggast und vier Besatzungsmitglieder tödlich verletzt. Drei Fluggäste, vier Besatzungsmitglieder und zwei weitere Personen erlitten erhebliche Verletzungen.

Die Unfallrate im Zug-, Bus- oder Seilbahnverkehr entsprach im Jahr 2016 dem langjährigen Mittel. Die Zahl der Kollisionen auf unbewachten Bahnübergängen ging deutlich zurück.

Während des vergangenen Jahres gingen bei der SUST gesamthaft 1561 Meldungen über Unfälle und gefährliche Ereignisse ein. In 159 Fällen wurden Sicherheitsuntersuchungen eröffnet. Im Rahmen dieser sprach die SUST insgesamt 35 Sicherheitsempfehlungen und 10 Sicherheitshinweise aus.

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SDA-ATS