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London - Nach der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko übernimmt der Amerikaner Robert Dudley die Führung des angeschlagenen britischen Öl-Konzerns BP. Der ungeliebte Tony Hayward tritt auf Ende September zurück, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
BP reagierte damit auf die anhaltend scharfe Kritik an Haywards Krisenmanagement insbesondere in den USA. Aus diesem Grund war der 54-jährige Dudley bereits Mitte Juni mit den Aufräumarbeiten betraut worden.
Dudley muss aber auch den beschädigten Ruf des Konzerns reparieren und eine drohende Übernahme verhindern. Zudem wird vom gebürtigen New Yorker erwartet, dass er die Verstimmungen mit der Regierung und der Bevölkerung in den USA bereinigt. Dudley ist seit über drei Jahrzehnten im Öl-Geschäft tätig.
Nach Russland abgeschoben
Hayward wird in das britisch-russische Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP abgeschoben, wo er als nicht-geschäftsführender Direktor eingesetzt wird. Er erhält zu seinem Abschied ein Jahresgehalt in Höhe von 1,05 Mio. Pfund (1,7 Mio. Franken). Zudem verfügt Hayward über Pensionsansprüche von 584'000 Pfund pro Jahr.
Haywards Nachfolger an der Konzernspitze kennt das Unternehmen ebenfalls: 2003 hatte Dudley die Leitung von TNK-BP übernommen. Nach heftigen Auseinandersetzungen zwischen BP und den russischen Aktionären, die dem britischen Konzern vorwarfen, die Firma wie eine Filiale zu behandeln, musste Dudley das Land verlassen.
Erster Verlust seit 1992
Gleichzeitig mit dem Chefwechsel meldete der Energiekonzern rote Zahlen: Wegen der Kosten für die Ölpest fuhr BP von April bis Juni einen Verlust von 17,1 Mrd. Dollar ein. Es ist der erste Quartalsverlust seit 1992. Im ersten Quartal hatte BP noch einen Gewinn von 6,1 Mrd. Dollar verbucht.
Im Verlust enthalten sind 32,2 Mrd. Dollar für drohende Verbindlichkeiten als Folge der Ölpest. Die Kosten umfassen die Ausgaben für die Eindämmung seit der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April.
Hinzu kommen bezahlte und abschätzbare Verbindlichkeiten sowie die Einzahlung in einen Entschädigungsfonds. In diesen Fonds will der Energiekonzern auf Drängen von US-Präsident Barack Obama in den kommenden dreieinhalb Jahren 20 Mrd. Dollar zahlen.

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SDA-ATS