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Das ecuadorianische Parlament hat mit deutlicher Mehrheit die umstrittenen Ölbohrungen im Yasuní-Naturpark im Amazonas-Gebiet genehmigt. In der entscheidenden zweiten Lesung stimmten die Abgeordneten mit 108 Ja- gegen 25 Nein-Stimmen für die Vorlage der Regierung.

In dem Nationalpark, in dem mehrere Indianerstämme leben, werden etwa 920 Millionen Barrel Öl und somit ein Fünftel der Rohölreserven des Landes vermutet. Ecuador könnte damit in den nächsten Jahren etwa 19 Milliarden Dollar einnehmen.

Umweltschützer und Ureinwohner kritisieren das Projekt und fordern eine Volksabstimmung. Vor dem Parlamentsgebäude im Zentrum von Quito demonstrierten denn auch Gegner und Befürworter des Projekts friedlich, wie ein AFP-Fotograf beobachtete.

Präsident Correa hatte im August bekannt gegeben, im Yasuní-Naturpark nach Öl bohren zu lassen, nachdem eine Initiative zum Schutz des Gebietes gescheitert war. Der Plan aus dem Jahr 2007 sah vor, dass Ecuador das Ölfeld unberührt lässt, falls die internationale Gemeinschaft dem Land im Gegenzug 3,6 Milliarden Dollar zahlt.

Schutzinitiative fallen gelassen

In sechs Jahren seien mit 13,3 Millionen Dollar jedoch nur 0,37 Prozent des erwarteten Betrags eingegangen, begründete Correa die Aufgabe der nach den Ölfeldern von Ishpingo, Tambococha und Tiputini (ITT) benannten Schutzinitiative.

Die erwarteten Einnahmen aus der Ölförderung will der Präsident nach eigenen Worten in erster Linie für den "Kampf gegen die Armut" vor allem im Amazonas-Gebiet einsetzen.

SDA-ATS