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In Ecuador ist Präsident Rafael Correa auf Anhieb im Amt bestätigt worden. Nach vorläufigen Ergebnissen erhielt der 49-jährige Linkspolitiker rund 57 Prozent der Stimmen. Sein Widersacher, der konservative ehemalige Bankier Guillermo Lasso, kam auf 24 Prozent.

Dies teilte die Wahlbehörde nach der Auszählung von fast 40 Prozent der Stimmzettel am Sonntag mit. Für einen Sieg im ersten Wahlgang sind entweder die absolute Mehrheit der Stimmen nötig oder mindestens 40 Prozent, mit einem Vorsprung von mindestens zehn Prozentpunkten vor dem zweitstärksten Kandidaten.

Correa, der 2007 Präsident ist, war als klarer Favorit ins Rennen gegangen. Nach Angaben von Wahlbeobachtern der lateinamerikanischen Organisation UNASUR verlief der Urnengang ohne nennenswerte Zwischenfälle. In Ecuador mit rund 15,4 Millionen Einwohnern herrscht Wahlpflicht für Bürger zwischen 18 und 65 Jahren.

"Niemand kann diese Revolution stoppen"

Correa erklärte sich nach der Veröffentlichung der ersten Teilresultate am Sonntag umgehend zum Gewinner der Wahl, während Lasso seine Niederlage einräumte. "Niemand kann diese Revolution stoppen", rief Correa seinen jubelnden Anhängern von einem Balkon des Präsidentenpalastes in Quito aus zu.

"Die Kolonialmächte geben nicht mehr den Ton an. Ihr könnt Euch sicher sein, dass die Ecuadorianer diese Revolution kontrollieren." Seinen Sieg widmete Correa dem krebskranken venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, dessen enger Verbündeter er ist.

Es wird davon ausgegangen, dass der in den USA ausgebildete Ökonom Correa die staatliche Kontrolle über die Wirtschaft des ölreichen Landes verschärft. Im Streit mit Ölkonzernen setzte er 2010 neue Verträge durch, die Ecuador einen grösseren Anteil an den Bodenschätzen im Land sicherten.

Wie schon seit seinem Machtantritt im Jahr 2007 dürfte Correa die Sozialausgaben weiter erhöhen, um bei einkommensschwachen Familien zu punkten.

Regulierungsgesetz für Medien

Kritiker werfen ihm dagegen vor, Investoren aus dem Land zu vergraulen und gegnerische Stimmen zu unterdrücken. Bestätigt fühlen dürften sie sich durch Ankündigungen Correas am Sonntag.

"Eine Sache, um die wir uns kümmern müssen, ist eine unethische und skrupellose Presse, die urteilen, Gesetze erlassen und regieren will", sagte der wiedergewählte Präsident. Er strebt ein neues Regulierungsgesetz für die Medien an.

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SDA-ATS