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Die in Deutschland ausgebrochene Darmerkrankung mit dem Erreger EHEC ist inzwischen auch in Grossbritannien, den Niederlanden und Schweden aufgetreten. In diesen Ländern seien Personen infiziert, die sich zuvor in Deutschland aufgehalten hatten, teilte die EU-Kommission mit.

Wer kürzlich Deutschland besucht habe, soll bei Symptomen wie blutigem Durchfall zum Arzt gehen, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel.

Deutschland halte die anderen Mitgliedstaaten auf dem Laufenden über die Ausbreitung der Krankheit und die Forschung nach den Ursachen. Sollten als Ursache der Infektion bestimmte Produkte ermittelt werden, würde in der EU das Frühwarnsystem für gefährliche Produkte, Rapex, aktiviert. Die Waren würden dann aus dem Handel genommen.

Die EU könnte wegen der EHEC-Epidemie bald europaweit die Alarmstufe 1 ausrufen, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im EU-Parlament, Jo Leinen. Bei der Alarmstufe 1 würden alle Mitgliedsländer der EU aufgerufen, Massnahmen zum Schutz ihrer Bevölkerung einzuleiten.

Erste Spur führt nach Spanien

Eine erste Infektionsquelle ist indes nachgewiesen worden. Das Bakterium sei an vier Salatgurken gefunden worden, sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks am Donnerstag. Drei der Gurken stammten aus Spanien, von der vierten sei die Herkunft vorerst noch unklar.

Das Robert-Koch-Institut hatte wegen des gefährlichen Durchfall-Erregers am Mittwochabend davon abgeraten, in Norddeutschland, das am stärksten betroffen ist, Salatgurken, Tomaten und Blattsalate roh zu verzehren.

Grosse Bäckereien im Norden verzichteten nach der Warnung bei belegten Brötchen auf diese Nahrungsmittel. Norddeutsche Gemüsebauern verzeichneten am Donnerstag massive Umsatzeinbrüche.

4 Tote, 214 Erkrankungen

Der für den Ausbruch verantwortliche Erreger konnte identifiziert werden: Der Bakterienstamm O104H4 ist laut Forschern des Universitätsklinikums Münster gegen mehrere Antibiotika resistent. Der Bakterienstamm gehöre zu 42 EHEC-Typen, die seit 1996 bei Patienten in Deutschland aufgetreten sind.

Bislang wurden in Deutschland vier Todesfälle mit dem Darmbakterium in Verbindung gebracht. In der zweiten Maiwoche sollen laut offiziellen Angaben 214 Menschen am gefährlichen Hämolytisch-Urämischen Syndrom, das Nierenschäden verursacht, erkrankt sein.

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SDA-ATS