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Der ehemalige Zürcher Opernhausdirektor und Buchautor Claus Helmut Drese ist tot. Er starb nach Angaben der Wiener Staatsoper bereits am vergangenen Donnerstag, 10. Februar, im Alter von 88 Jahren. Diesen Donnerstag wurde er an seinem Wohnort Wädenswil bestattet.

Drese leitete das Zürcher Opernhaus von 1975 bis 1986. Er sorgte vor allem mit einem Monteverdi-Zyklus für Aufsehen - mit Regisseur Jean Pierre Ponnelle und Dirigent Nikolaus Harnoncourt. Ponnelle zeichnete zudem für Regie und Bühnenbild des Mozart-Zyklus' verantwortlich, ebenfalls mit Harnoncourt.

Damit erlangte die Zürcher Opernbühne in diesen Jahren internationale Geltung. Neue Wege ging Drese auch mit dem Versuch, während der Umbauzeit des Opernhauses im Hallenstadion die Oper einem Publikum nahe zu bringen, das sonst selten den Weg in die "heilien Hallen" findet.

Mit Verdis "Aïda" und "Nabucco" oder Mussorgskis "Boris Godunow" gelangen ihm publikumswirksame Aufführungen. Er war es auch, der Patricia Neary als Ballettchefin nach Zürich berief.

Unter ihrer Leitung reifte das hauseigene Tanzensemble zu einem Corps de Ballett heran, das oft zu Gastspielen ins Ausland (von der Tanzmetropole London bis nach Amerika) eingeladen wurde.

Spektakuläre Produktionen in Wien

Vor und nach seiner Zürcher Zeit war Drese als Dramaturg und Intendant an verschiedenen Theaterhäusern in Deutschland und Österreich tätig. Kurz nach der Fertigstellung des Opernhaus-Umbaus wurde Drese als Direktor an die Wiener Staatsoper berufen.

Auch während seiner Amtszeit in Wien von 1986 bis 1991 machte er mit Aufsehen erregenden Projekten von sich reden, die sich zum Teil bis heute im Repertoire der Staatsoper gehalten haben - etwa "L'italiana in Algeri" oder "Wozzeck".

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Der derzeitige Direktor der Staatsoper, Dominique Meyer, würdigte seinen Vorgänger als grossen Theatermenschen, der "bedeutende Impulse" gesetzt habe. Drese wurde am 25. Dezember 1922 in Aachen geboren. Er studierte Theaterwissenschaft, Germanistik, Geschichte und Philosophie an den Universitäten von Köln, Bonn und Marburg.

In den letzten Jahren trat er vor allem als Buchautor in Erscheinung.

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SDA-ATS