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Österreich träumt an der Frauen-EM vor dem Halbfinal gegen Dänemark davon, als erster Debütant seit 1997 in den Final einzuziehen. Im zweiten Halbfinal treffen die Niederlande und England aufeinander.

Erstmals seit der Männer-WM 1954 in der Schweiz steht wieder ein österreichisches Nationalteam in den Halbfinals eines grossen Turniers. Die Euphorie zwischen Vorarlberg und Wien scheint grenzenlos zu sein. "Wer soll euch noch stoppen?", fragte die "Kronen Zeitung" nach dem Viertelfinalsieg im Penaltyschiessen gegen Spanien.

"Ihr seid der Wahnsinn. Ganz Österreich ist so stolz auf euch", sagte Bundeskanzler Christian Kern. Mehr als 1,2 Millionen Zuschauer sassen bei der Entscheidung gegen Spanien vor dem Fernseher und bescherten dem ORF einen Marktanteil von 44 Prozent. Auch für den Halbfinal in Breda werden Rekord-Quoten erwartet, an verschiedenen Orten im Land werden Public-Viewing-Events organisiert.

Das Team selbst feierte den Halbfinal-Einzug mit einer Polonaise und dem Singen eines "Ballermann"-Hits in der Mixed-Zone, lässt sich von der Euphorie aber nicht blenden. "Wir machen nur das, was wir gut können. Wenn wir damit eine Nation begeistern, freut uns das sehr. Es ist aber kein Grund abzuheben", sagte Verteidigerin Carina Wenninger. "Aber der Traum vom Finale ist natürlich gross."

Der erste Finaleinzug eines EM-Debütanten seit Einführung der Gruppenphase 1997 wäre keine Überraschung. Im letzten Testspiel vor der EM schlug die ÖFB-Auswahl Dänemark 4:2. Für die Däninnen ist es der sechste EM-Halbfinal, die fünf bisherigen gingen alle verloren, der letzte 2013. Nach dem Coup in den Viertelfinals, als das Team von Nils Nielsen Deutschland die erste Niederlage an einer EM seit 1993 zufügte, scheint für die Däninnen aber alles möglich. "Nun wollen wir den Titel", sagte Frederikke Thögersen.

Vorgezogener Final

Ob Österreich oder Dänemark - der Sieger der Partie wird am Sonntag als Aussenseiter in den Final gehen. Im zweiten Halbfinal am Donnerstag treffen mit Gastgeber Niederlande und England die bislang stärksten zwei Teams des Turniers gegeneinander an. Beide haben eine makellose Bilanz und kamen in vier Spielen zu vier Siegen.

Obwohl die Niederlande in Vollbesetzung antritt, Heimvorteil geniesst und mit ihrem 4-3-3-System den schönsten Fussball spielt, ist England leicht zu favorisieren. Bereits vor dem Turnier hatten die "Lionesses" angekündigt, dass für sie nur der Titel zählt. Beim 1:0 gegen Frankreich beendete der WM-Dritte von 2015 die einjährige Ungeschlagenheit von "Les Bleues", den neben Deutschland grossen Turnierfavoritinnen.

"Es ist womöglich lange her, dass man ernsthaft daran glaubt, dass ein englisches Team einen grossen Titel gewinnen kann", sagte Trainer Mark Sampson gegenüber der "BBC". Der 34-Jährige, der gegen die Niederlande auf Torhüterin Karen Bardsley (Beinbruch) und Jill Scott (Sperre) verzichten muss, ist der erste Trainer seit dem legendären Sir Alf Ramsey, der eine englische Nationalmannschaft an zwei aufeinanderfolgenden Turnieren in die Halbfinals geführt hat. Auch in England verzeichnen sie derzeit Rekord-Quoten für Frauenfussball. Den Sieg gegen Frankreich verfolgten 3,3 Millionen vor den Bildschirmen.

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SDA-ATS