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Ein heftiger Sturm ist am Sonntag über den Norden der Schweiz gefegt. Das Sturmtief "Luis" aus Süddeutschland brachte hierzulande vom Neuenburgersee bis zum Bodensee heftige Böen. Diese wirbelten unter anderem den Spielplan des Schweizer Fussballcups durcheinander.

Wie der SFV mitteilte, musste das Cup-Spiel zwischen dem FC Thun und dem FC Biel verschoben werden. Ein Ersatzdatum werde später bekannt gegeben, schrieb der Verband.

Stromunterbruch im Fricktal

Wegen des Sturms fiel im aargauischen Fricktal am Sonntag in mehreren Gemeinden der Strom während einer halben Stunde aus. Die genaue Ursache des Stromausfalls kurz vor dem Mittag werde noch abgeklärt, teilte der Stromversorger AEW Energie AG mit.

Betroffen waren die oberfricktaler Gemeinden Frick, Gipf-Oberfrick, Kienberg, Oberhof, Wittnau und Wölflinswil. Die sechs Gemeinden haben zusammen über 11'000 Einwohner.

Orkan auf dem Chasseral

Der Sturm wehte vor allem in den Alpen und auf den Jura-Höhen heftig: So schlug bei den gemessenen Windspitzen der Chasseral BE mit einer Spitze von 156 Kilometer pro Stunde für einmal das Jungfraujoch im Berner Oberland. Dort wurde "nur" eine 127 Stundenkilometer starke Böe gemessen, wie der Wetterdienst Meteonews mitteilte.

SRF Meteo mass auf dem Jungfraujoch 132 Stundenkilometer. Mit solchen Windstärken habe der Sturm Orkanstärke (Windstärke 12) erreicht, schrieb die Konkurrenz Meteomedia dazu. Diese mass in Brig VS Böen von einer Stärke von 133 Stundenkilometern.

Heftig wehte der Wind gemäss Meteonews aber auch im Mittelland und in den Voralpen: So wurden auf dem Zürcher Üetliberg 108 Stundenkilometer Windspitze gemessen, auf dem Bantiger in der Nähe der Stadt Bern 118 Stundenkilometer, wie Ivo Sonderegger von Meteonews sagte.

SRF Meteo mass auf dem Bantiger gar 132 Stundenkilometer, ebenso auf dem Säntis, dem Titlis und dem Pilatus, dem Moléson FR und dem La Dôle VD.

Durch das in den Freiburger Voralpen gelegene Plaffeien pfiff der Wind mit einer Spitzengeschwindigkeit von 111 Stundenkilometern. Aus Einsiedeln SZ wurden 104 Stundenkilometer und aus Rünenberg BL 102 Stundenkilometer gemeldet.

Keine Waldspaziergänge

Auch im Flachland war man am Sonntag ab etwa 10.30 Uhr bis in den Nachmittag hinein gut beraten, auf Waldspaziergänge zu verzichten. Meteorologen hatten schon im Vorfeld gewarnt, wegen der starken Winde könnte Äste abbrechen.

Gemessen wurden bei Meteonews schliesslich im sanktgallischen Scherikon und in solothurnischen Härkingen 93 Stundenkilometer. In Wädenswil ZH erreichte die stärkste Böe immerhin noch 92 Stundenkilometer und in Luzern 91 Stundenkilometer.

Mit dem Wind kamen auch heftige Niederschläge. Der intensive Regen sei nördlich der Alpen wegen des Windes "oft waagrecht daher" gekommen, schrieb SRF Meteo.

Die milden Tage sind vorbei

Zugleich sanken im Laufe des Tages die Temperaturen und die Schneefallgrenze. In den Alpen fielen bereits am Sonntagmorgen die ersten Flocken. Es sei oberhalb von 1500 Metern über das Wochenende mit 10 bis 30 Zentimetern Neuschnee zu rechnen, an einigen Orten sogar mit 40 Zentimetern, sagte Sonderegger von Meteonews.

Im Laufe der Nacht rechnen alle Meteorologen mit einer Wetterberuhigung: In tiefen Lagen ist kaum mit Schnee zu rechnen, da die Luft wieder abtrocknet - ausser in den zentralen und östlichen Voralpen. Im Glarnerland, im Urnerland und im Rheintal könne es am Montagmorgen durchaus nasse Flocken geben, meinte Sonderegger.

Noch am Samstag hatte vielerorts in der Schweiz eitel Sonnenschein geherrscht und für die Jahreszeit milde Temperaturen. Nach Angaben von SRF Meteo waren die Thermometer bis auf 12 Grad geklettert. Noch milder war es im bündnerischen Misox: Dort wurden 16 Grad gemessen.

SDA-ATS