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Ein mathematischer, statistischer Zufall ermöglicht, dass sich nicht mehr nur selten drei Schwinger nach einem Kranzfest als untereinander gleichwertige Sieger feiern lassen können.

Es ist naturgemäss eine Seltenheit, dass sich drei Schwinger nach einem Kranzfest als gleichwertige Sieger feiern lassen können. Am Innerschweizer Fest am Sonntag im luzernischen Ruswil war es der Fall, durften die Schlussgang-Teilnehmer Christian Stucki und Joel Wicki sowie Christian Schuler jubeln.

2016, in der Saison des Eidgenössischen Fests in Payerne, und in den Jahren davor gab es wenige bis keine Dreifach-Siege. In den Saisons 2017 und 2018 hingegen sind sie geradezu in Mode gekommen. In Ruswil erlebte man bereits den vierten solchen Ausgang eines Kranzfests in den letzten 13 Monaten.

Es begann mit dem Ob- und Nidwaldner Fest in Beckenried im Mai vergangenen Jahres. Joel Wicki besiegte im Schlussgang den klar führenden Christian Schuler und holte diesen ein. René Suppiger gewann den letzten Gang mit der Maximalnote und zog mit den beiden gleich. Am Brünig-Schwinget Ende Juli stellten Bernhard Kämpf und Kilian Wenger im Schlussgang. In diesem Fall hatte nur Kämpf nach dem Remis die Nase vorn, während Schwingerkönig Wenger zurückfiel. Zu Sieger Kämpf gesellten sich Christian Stucki und Philipp Reusser, die ihre letzten Gänge mit Maximalnoten gewonnen hatten.

In diesem Jahr brachte zuerst das Bern-Jurassische Fest in Orvin Anfang Juni drei Sieger hervor. Es war ein Beispiel dafür, dass beide Schlussgang-Teilnehmer - es waren Simon Anderegg und Lukas Renfer - nach einem Unentschieden leer ausgehen können. Sie wurden von drei lauernden Schwingern überholt und beerbt: Florian Gnägi, Willy Graber und Ruedi Roschi.

Die nach aussen vielleicht seltsam anmutenden Ausgänge der Feste sind darauf zurückzuführen, dass der Schlussgang kein losgelöster, übergeordneter Final ist, sondern lediglich das Duell der beiden punktbesten Schwinger innerhalb des sechsten und letzten Gangs.

Sportlich gesehen, sind die drei Schwinger gleichwertige Sieger. Wenn sie in der Rangliste dennoch mit den Positionen 1a, 1b und 1c auftauchen, hat dies nur für die Preisvergabe eine Bedeutung. Der oder die Schlussgang-Teilnehmer werden vorangestellt. Daneben wird die alphabetische Reihenfolge der Nachnamen herangezogen. Stucki, obwohl im Alphabet spät folgend, bekam in Ruswil den Siegermuni, weil er gegen Wicki geschwungen hatte.

In allen Rängen wird zuerst nach der Zahl der Niederlagen klassiert. Innerhalb der Gleichwertigen entscheidet das Alphabet. Ein alljährlicher Wechsel der Reihenfolge sorgt für Gerechtigkeit. In den geraden Jahren kommen Abbühl, Abegglen und Abplanalp zuerst an den Gabentisch. In den ungeraden Jahren dagegen können zuerst Zysset, Zwyssig und Zwygart ihre Preise aussuchen.

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SDA-ATS