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Die Schweiz kalkuliert in ihrer bisher makellosen WM-Qualifikations-Kampagne mit dem siebten und achten Sieg. Gegen Andorra (31. August) und Lettland (3. September) ist die SFV-Auswahl klarer Favorit.

Aus der Optik von Vladimir Petkovic sind es "acht spannende Tage mit zwei wichtigen Spielen". Der Selektionär erwartet gegen Andorra und Lettland, gegen die in der Kampagne chancenlosen Nummern 129 und 131 der Weltrangliste, die Fortsetzung der Rekordserie von mittlerweile sechs Siegen in der Ausscheidung für die WM-Endrunde 2018 in Russland. "Ich hoffe, wir machen zwei weitere Schritte nach vorne."

Den womöglich aussagekräftigsten Steilpass hat der Nationalcoach gleich selber gespielt: Am Montag veröffentlichte der Verband, Petkovic habe die Vertragsofferte bis zum Ende der kommenden EM-Qualifikation angenommen. Mit seiner vorzeitigen Zusage bekräftigt der 54-jährige Tessiner den eingeschlagenen Kurs und garantiert im personellen Bereich die erforderliche Stabilität.

Hinter ihnen liege eine positive dreijährige Phase, so Petkovic. "Wir haben uns physisch und mental weiter entwickelt. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir immer ambitioniert bleiben und versuchen, immer wieder fünf Prozent zuzulegen." Stillstand auf hohem Niveau sei keine Option: "Wir haben grosse sportliche Perspektiven."

Mit der gelösten Atmosphäre beim Gruppenleader korrespondiert der Blick auf den Klubstatus der 23 nominierten Professionals. 87 Prozent beanspruchten in den ersten Runden in Deutschland, England, Portugal, Italien, der Türkei und in der Schweiz den Status Stammkraft. Die Transferaktivität im Sommer - knapp ein Drittel der Nationalspieler wechselte den Klub - zahlt sich vorerst aus und erleichtert Petkovic die Arbeit.

Giftzwerg Andorra

Mit ihrer behutsamen Vorgehensweise sind die Schweizer gut gefahren. Wie schnell sich eine perfekte Konstellation tückisch verändern kann, bekamen sie im ersten Duell mit Andorra zu spüren. Wenige Tage nach dem aufwühlenden 3:2 in Ungarn fehlte die mentale Frische. Vladimir Petkovic hat das Drehbuch jener glanzlosen Partie in den Pyrenäen nicht vergessen: "Wir hätten nach 45 Minuten deutlich führen müssen, dann wurde es plötzlich eng. Ein spätes Gegentor und ein Freistoss gegen uns kurz vor Schluss."

467 Pässe mehr als der damals Vorletzte des FIFA-Rankings schlugen die Schweizer im Hinspiel - und trotzdem resultierte nur ein 2:1-Erfolg. In St. Gallen kalkuliert Petkovic mit einer früheren Zäsur: "Wir müssen uns so schnell wie möglich klare Vorteile erzwingen." Der Gegner habe mit seinem Coup gegen Ungarn gewisse Qualitäten demonstriert und sei keinesfalls zu unterschätzen, aber der Verlauf "ist einzig und allein von uns abhängig".

An der öffentlichen Wahrnehmung Andorras hat der erste Pflichtspielsieg seit 66 Partien und 13 Jahren nahezu nichts verändert. Der Herausforderer bleibt ein giftiger Zwerg - nur Moldawien leistete sich mehr Fouls, aber keine andere europäische Auswahl handelte sich in 540 Spielminuten mehr Verwarnungen (23) ein.

Keine Experimente

Petkovic verzichtet gegen den krassen Aussenseiter aus dem Fürstentum in den Pyrenäen auf personelle Experimente. Das Team, das sich in den letzten Monaten als Stammformation herauskristallisiert hat, wird wohl mit einer Ausnahme auch in St. Gallen beginnen. Einzig Valon Behrami dürfte im Mittelfeld durch Denis Zakaria ersetzt werden. Der Genfer von Borussia Mönchengladbach käme erstmals in einem Pflichtspiel von Beginn weg zum Einsatz.

Behrami hat erst vor kurzem den Klub gewechselt und bei seinem neuen Arbeitgeber Udinese erst eine Handvoll Trainings absolviert. Zakaria dagegen hat in der Bundesliga ohne Verzögerung eingeschlagen und am vergangenen Samstag bereits sein erstes Tor erzielt. Es ist damit zu rechnen, dass "Häuptling" Behrami dann am Sonntag im womöglich etwas ungemütlicheren Auswärtsspiel in Lettland wieder dabei ist.

Die möglichen Aufstellungen

Schweiz - Andorra

kybunpark, St. Gallen. - Donnerstag, 20.45 Uhr. - SR Hansen (NOR).

Schweiz: Sommer (Borussia Mönchengladbach); Lichtsteiner (Juventus Turin), Schär (La Coruña), Djourou (Antalyaspor), Rodriguez (Milan); Zakaria (Borussia Mönchengladbach), Xhaka (Arsenal); Shaqiri (Stoke City), Dzemaili (Montreal Impact), Mehmedi (Bayer Leverkusen); Seferovic (Benfica Lissabon). - Absenzen: Embolo (rekonvaleszent), Drmic (verletzt).

Andorra: Gomes (Illescas/ESP); Jordi Rubio (Escale Santa Coloma), Lima (FC Santa Coloma), Llovera (Lleida), Marc Garcia (Granollers/ESP); Marcio Vieira (Monzon/ESP), Rebes (FC Santa Coloma), Marc Pujol (FC Andorra); Clemente (FC Andorra), Jordi Alaez (FC Andorra), Sergio Morena (Inter Club d'Escaldes). - Absenzen: Chus Rubio, Moisés San Nicolas, Vales (alle gesperrt).

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SDA-ATS