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Bei einem Frontalzusammenstoss zweier Züge mitten in Amsterdam ist eine Person getötet worden. Mindestens 125 Menschen wurden verletzt. Eine 68 Jahre alte Frau erlag am Sonntag ihren Verletzungen, wie die Stadtbehörden mitteilten.

Ein doppelstöckiger Schnellzug und ein Regionalzug waren am Samstagabend nahe des niederländischen Bahnhofs von Amsterdam-Sloterdijk zusammengeprallt. Die Züge waren bei der Kollision nicht umgekippt und waren anscheinend auch nicht besonders stark beschädigt.

Nach Angaben der Tageszeitung "De Volkskrant" wurden 125 Menschen verletzt andere Berichte gehen sogar von 136 aus. Über 40 Personen erlitten schwere Verletzungen, 12 von ihnen sogar lebensgefährliche, wie der niederländische Rundfunk berichtete.

Die Zahl der Verletzten soll so hoch sein, weil viele Passagiere standen oder noch auf der Suche nach einem Sitzplatz gewesen waren, als das Unglück geschah. Die meisten erlitten Knochenbrüche und Quetschungen.

Die meisten Verletzten sollen Passagiere des Regionalzugs sein. Auf dem Bahnhof halten normalerweise mehrmals pro Stunde Züge in Richtung Hauptbahnhof. Nur wenige Minuten dauert die Fahrt dorthin.

Der Schienennetzbetreiber ProRail zeigte sich in einer Erklärung betroffen und drückte den Verletzten und ihren Familien seine Anteilnahme aus. Die Stadtverwaltung richtete eine Telefonhotline für Angehörige ein.

Zwei Untersuchungen eingeleitet

Die Ursache des Zusammenstoss war zunächst unklar. Zwei getrennte Untersuchungen sollen klären, ob menschliches Versagen oder ein technischer Defekt dazu führten, dass sich die beiden Züge auf dem selben Gleis befanden.

"Ich will so schnell wie möglich wissen, was die Ursache für diesen schrecklichen Unfall war", sagte die niederländische Infrastrukturministerin Melanie Schultz dem Nachrichtensender RTL Nieuws.

Augenzeugen berichteten der niederländischen Nachrichtenagentur ANP zufolge, sie hätten zunächst das Warnsignal eines Zuges gehört, dem Sekunden später das Geräusch des Aufpralls folgte. Innerhalb von acht Minuten seien die ersten Rettungskräfte an der Unfallstelle gewesen.

Viele der Verletzten mussten über enge Metalltreppen von den erhöhten Gleisen zu den wartenden Rettungswägen transportiert werden. Den unverletzten Passagieren stand der Schock ins Gesicht geschrieben.

Der Bahnverkehr rund um Amsterdam war am Sonntag noch beeinträchtigt. Die beiden beschädigten Züge standen immer noch auf den Gleisen.

SDA-ATS