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Eindringliche Appelle zum Auftakt des Weltklimagipfels

Dieser Inhalt wurde am 07. Dezember 2009 - 05:46 publiziert
(Keystone-SDA)

Kopenhagen - Die Welt blickt auf Kopenhagen. Ab heute versammeln sich in der dänischen Hauptstadt Regierungsvertreter aus 192 Staaten zwölf Tage lang zur Aushandlung eines weitreichenden Abkommens im Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe.
Das Ringen um eine Begrenzung der globalen Erderwärmung gilt als Jahrhundertaufgabe. Hunderte Millionen Menschen wären betroffen, und Städte wie Venedig oder ganze Inselstaaten wie die Malediven drohen in den Fluten zu versinken.
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verbreitete Optimismus. "Wir werden ein historisches Übereinkommen erreichen, das die globale Erwärmung bremst", sagte der Südkoreaner der dänischen Zeitung "Berlingske Tidende".
Auch der Chef des UNO-Klimasekretariats, Yvo de Boer, erwartet ein "starkes Ergebnis als Wendepunkt für die Klimaentwicklung". De Boer sagte: "Die Stunde der Entscheidung ist gekommen."
Als konkrete Ziele für das bis zum 18. Dezember dauernde Treffen nannte er "schnelle und effektive Wege" zur Finanzierung klimafreundlicher Technologien sowie "ehrgeizige Ziele" bei der Verminderung von CO2-Emissionen und die Bereitstellung langfristiger Finanzen.
Ausserdem müsse die Kopenhagener Konferenz die "Vision einer Zukunft mit niedrigen Schadstoffausstössen" bringen.
US-Präsident Barack Obama kündigte an, doch noch persönlich zur entscheidenden Schlussphase der Konferenz am 18. Dezember anzureisen - er weckte damit neue Hoffnungen auf einen Durchbruch.
Das Weisse Haus in Washington erklärte, zu den neuen Reiseplänen Obamas, es gebe Fortschritte hin zu einem Abkommen, "das alle Themen umfasst, die derzeit verhandelt werden". Obama habe in den vergangenen Tagen mit mehreren europäischen Spitzenpolitikern telefoniert, darunter die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy.
Der US-Präsident gründe seine Zuversicht unter anderem auf China und Indien, die erstmals konkrete Ziele zur Reduzierung ihrer Treibhausgase genannt haben. Die USA und China haben weltweit die höchsten CO2- Emissionen, sind aber nur zu wesentlich geringeren Verminderungen bereit als die EU.
Ob ein Klimaabkommen die globale Erwärmung wirklich stoppen kann, ist allerdings fraglich. Auch mit den aktuellen Klimaschutzzielen der einzelnen Länder steuert die Welt nach Angaben von Experten auf eine katastrophale Erwärmung um 3,5 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts zu.

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