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Heute oder nie. Gegen welchen Gegner, wenn nicht gegen den bescheidenen Vorletzten Werder Bremen, soll Borussia Dortmund endlich zum Erfolg zurückfinden.

Nach sieben Runden der deutschen Bundesliga führte Borussia Dortmund stolz und selbstbewusst die Tabelle an - fünf Punkte vor den Bayern. Mittlerweile ist der Graben zwischen den Rivalen noch viel grösser geworden. Nur steht nicht mehr Dortmund oben, sondern Bayern München. Die Differenz zwischen dem Leader und den auf den 7. Platz abgerutschten Westfalen beträgt zehn Punkte. Seit Ende September siegte Dortmund in der Bundesliga nicht mehr. Aus sieben Sielen schauten nur drei Punkte (durch drei Unentschieden) heraus. Eines dieser Unentschieden war im Grunde auch eine Niederlage, eine heftige sogar: das 4:4 im Derby gegen Schalke, in dem sich die Borussen nach einer frühen 4:0-Führung bis auf die Knochen blamierten.

Dieser immense Unterschied zwischen Bayern und Dortmund widerspiegelt sich auch in den Leistungen in der Champions League. Die Bayern spielten sich mühelos in die K.o.-Phase, während die Dortmunder mit Mühe und Not Gruppendritte wurden und damit wenigstens in der Europa League weiterfahren können. Sie sind die erste Mannschaft in der Geschichte der Königsklasse, die ohne Sieg und mit mageren zwei Punkten aus sechs Spielen in der Gruppe nicht Letzte wird. Das ist kein Ruhmesblatt.

Trainer Bosz steht zurzeit unter einem gehörigen Druck. Gegen Werder Bremen hilft dem Niederländer nur ein Sieg. Kurios: Für seine Vorgänger Jürgen Klopp und Thomas Tuchel waren die Heimspiele gegen Werder jeweils die letzten Bundesligaspiele mit dem BVB.

Trotz des einigermassen ermutigenden Champions-League-Auftritts beim 2:3 bei Real Madrid nimmt der Druck auf Bosz weiter zu. Das Heimspiel gegen Werder ist für den umstrittenen Coach richtungweisend. "Das ist ein sehr wichtiges Spiel", sagte der 54-Jährige. "Wir warten immer noch auf die Wende. Gegen Bremen zu Hause müssen wir gewinnen."

Auch Sportdirektor Michael Zorc machte deutlich, was er nach insgesamt zwölf Wettbewerbsspielen mit nur einem Erfolg erwartet: "Wir brauchen einen Sieg, damit wir wieder Selbstvertrauen und den Glauben bekommen. Dann könnten wir in den letzten Spielen der Vorrunde wieder entsprechend auftreten."

Für einmal spricht alles für Dortmund

Die Statistik sollte Mut machen. Bremen war in den vergangenen Jahren stets ein dankbarer Gegner. Die zurückliegenden zehn Heimspiele gewannen die Borussen allesamt. Der letzte Erfolg in Dortmund gelang Werder am 15. April 2007. "Jetzt liegt der Fokus auf der Bundesliga", sagte Captain Marcel Schmelzer. "Gegen Bremen zählen nur drei Punkte."

Ähnlich sieht es Nuri Sahin, der eindringlich ans Team appelliert: "Wir müssen uns den Arsch aufreissen und in den drei Spielen vor der Winterpause am besten neun Punkte holen. Da nehme ich alle in die Pflicht." Der erste Sieg seit dem spektakulären 6:1 am 7. Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach wäre ein guter Anfang.

Auch Bürki sucht den Weg zurück

Dass Bremen in dieser Saison auswärts noch sieglos ist, trägt in Dortmund wenig zur Beruhigung bei. Immerhin zeigte Werder unter dem neuen Coach Florian Kohlfeldt in Frankfurt (1:2) und Leipzig (0:2) ansteigende Form und gewann seine Heimspiele gegen Hannover (4:0) und Stuttgart (1:0).

Für Bosz und Zorc gilt es in erster Linie, Ruhe in die Mannschaft und in das Umfeld der Mannschaft zu bringen. In der kritischen Zeit im Oktober brachten etwa auch die unmissverständlich geäusserten Abwanderungsgelüste von Goalgetter Pierre-Emerick Aubameyang Unruhe. Selbst der mit zahlreichen hervorragenden Leistungen in die Saison gestartete Goalie Roman Bürki liess sich anstecken und in eine Formbaisse führen. Ein Zu-Null am Samstag gegen Werder Bremen - und es könnte für Dortmund wie für den Schweizer Nationalgoalie wieder aufwärts gehen.

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SDA-ATS