Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Einer der grössten Entführungsfälle der vergangenen Jahre in Russland ist am Wochenende unblutig zu Ende gegangen: Russische Sicherheitskräfte befreiten den Sohn des Softwareunternehmers Eugen Kaspersky nach fünf Tagen aus der Hand von Entführern.

Der 20-jährige Iwan Kaspersky sei am Sonntag in der Region Moskau von Polizisten mit Unterstützung von Agenten des Inlandsgeheimdienstes FSB und der Sondereinheit OMON befreit worden, zitierten die russischen Nachrichtenagenturen einen Moskauer Polizeisprecher.

Der Gesundheitszustand des Opfers sei "zufriedenstellend". Der Unternehmerssohn sei wieder bei seinen Eltern. Bei dem Einsatz seien fünf Verdächtige festgenommen worden, sagte der Polizeisprecher. Medienberichten zufolge hatten sich die Sicherheitskräfte als Mittelsmänner ausgegeben, die das Lösegeld überbringen sollten.

Die Behörden hatten das Kidnapping bis Sonntag geheim gehalten. Zunächst hatte es nur unbestätigte Medienberichte gegeben, wonach der Mathematikstudent Kaspersky am Dienstag in der russischen Hauptstadt von Unbekannten verschleppt wurde.

Demnach forderten die Entführer am Telefon von seinem Vater umgerechnet knapp vier Millionen Franken Lösegeld. Der 45-jährige Mitbegründer von Kaspersky Lab, einem der führenden Entwickler von Anti-Viren-Software, sei daraufhin aus London umgehend nach Moskau geflogen.

Kaspersky arbeitete in den 90er Jahren zunächst für das Verteidigungsministerium, bevor er 1997 mit seiner damaligen Frau Natalja Kasperskaja ein eigenes Software-Unternehmen gründete. Sein Vermögen wird vom US-Magazin "Forbes" auf 800 Millionen Dollar geschätzt. Damit steht er an Stelle 125 auf der Liste der reichsten Russen.

Entführungen von Kindern bekannter Unternehmer sind in Russland keine Seltenheit. 2009 war der Sohn eines Vizepräsidenten der staatlichen Ölfirma Rosneft drei Monate lang in der Hand von Kidnappern, bevor er freikam. Die 16-jährige Tochter eines Top-Managers der privaten Ölfirma Lukoil, Viktoria Kisluk, gilt weiterhin als vermisst, nachdem sie im März in der Region Moskau verschwunden war.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS