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Entscheid über Unterstützung für Olympiakandidatur bis Oktober 2011

Im Hinblick auf eine Schweizer Kandidatur für die Austragung der Olympischen Winterspiele 2022 hat der Bundesrat am Mittwoch sein Vorgehen festgelegt. Der Entscheid, ob der Bund eine Kandidatur unterstützen will, soll bis im kommenden Oktober fallen.

Für die Begleitung einer allfälligen Schweizer Kandidatur hat der Bundesrat am Mittwoch eine interdepartementale Arbeitsgruppe eingesetzt. Das Bundesamt für Sport (BASPO) leitet die Gruppe. Verschiedene Bundesstellen prüfen die Kandidaturen darauf, ob sie die Vorgaben des Bundes erfüllen.

In Ergänzung zur Planung der Regionen würde der Bund etwa bei den Themen Verkehr, Sportanlagen, Raumplanung oder nachhaltige Entwicklung mitwirken. Dabei will der Bund von den Erfahrungen mit der Fussball-Europameisterschaft 2008 profitieren.

Bestehendes nutzen

Klar ist für den Bundesrat, dass er keine pompösen Spiele unterstützen will. Olympische Winterspiele seien nur in einer "alpinen Landschaft" machbar, wenn vor allem die vorhandenen Anlagen genutzt werden können und die Wege zwischen den Austragungsorten nicht zu lang sind, hielt er bereits früher fest.

Zentraler Punkt der Vorbereitungen für eine Kandidatur ist auch die Kostenfrage. Die Arbeitsgruppe soll die Kostenschätzungen für Sicherheit und Infrastruktur überprüfen. Vor allem bei diesen Kosten müsste der Bund den Kandidatenorten finanziell unter die Arme greifen. Die geschätzte Beteiligung des Bundes liegt bei 30 bis 40 Millionen Franken.

Die Arbeit der Arbeitsgruppe soll bis im Herbst in einem Antrag des Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) an den Bundesrat gipfeln, ob der Bund eine Schweizer Kandidatur unterstützen soll. Zuvor sollen sich auch die betroffenen Kantone äussern können.

Vergabe im Juli 2015

Ihr Interesse für die Winterspiele 2022 angemeldet haben laut gemäss Swiss Olympic die Regionen Davos und St. Moritz, Wallis, Bern und Genf. Sie mussten zu Händen des Landesverbandes einen Fragenkatalog beantworten.

Vorentscheidend kann aber schon die Vergabe der Winterspiele 2018 im Juli sein. Wird ein europäischer Ort gewählt - es bewerben sich unter anderen München und das französische Annecy - käme die Schweiz an den darauffolgenden Spielen kaum zum Zuge.

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