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Das Erdbeben in Japan hat die Aktien der Rückversicherungen deutlich unter Druck gesetzt. Die Titel des Rückversicherers Swiss Re brachen zeitweise um über 8 Prozent ein und schlossen noch um 3,5 Prozent tiefer.

Auch die Konkurrenten Münchener Rück und Hannover Rück kamen unter die Räder. Den dieses Jahr bereits hart von den Naturkatastrophen in Australien und Neuseeland getroffenen Gesellschaften drohen neue Milliarden-Schadenzahlungen. Händler sprachen zum Teil aber von Übertreibungen. Bis die Kosten für das Japan-Beben abgeschätzt werden können, dürften noch Wochen vergehen.

Die Höhe der Schäden lasse sich noch nicht einmal annähernd abschätzen, erklärten Sprecher der Versicherer. "Japan hat eine hohe Versicherungsdichte. Das ist sicher ein grösseres Ereignis", sagte ein Sprecher der Swiss Re. Aber für weitere Aussagen sei es viel zu früh.

Der Aktienkurs des Versicherers Zurich gab um 2,4 Prozent nach. Die Erstversicherer dürfte angesichts des stark abgeschotteten japanischen Marktes weniger stark betroffen sein. Zurich hat in der Region vergleichsweise wenig Geschäft.

Keine Panik

Die bereits durch die Unruhen in der arabischen Welt, die Inflationssorgen in China und die Schuldenkrise in Europa verunsicherten Anleger verkauften Aktien auf breiter Front. So notierten auch die Luxusgüter-Hersteller Richemont und Swatch, für die Japan ein wichtiger Markt ist, klar schwächer.

"Die Stimmung hat sich merklich verschlechtert", sagte ein Händler. Von Panik könne aber nicht gesprochen werden. Der Schweizer Schwergewichteindex SMI und der breite SPI schlossen je um 0,8 Prozent tiefer.

"Die wirtschaftlichen Folgen des Erdbebens dürften für Japan beherrschbar sein", sagte Thu-Lan Nguyen, Devisenexpertin bei der Commerzbank. "Das Beispiel des Erdbebens im japanischen Kobe aus dem Jahr 1995 zeigt, dass sich die Wirtschaft rasch von einer solchen Naturkatastrophe erholen kann."

Langfristig könnten die nötigen Investitionen sogar einen positiven Einfluss auf die Wirtschaft haben, sagte die Expertin. Der japanische Finanzminister Yoshihiko Noda hat angesichts des schweren Erdbebens trotz der hohen Verschuldung des Landes seine grundsätzliche Handlungsbereitschaft signalisiert.

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SDA-ATS