Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Das neue Erdbeben in Mexiko traf den Süden des Landes. Die Brücke über den Fluss Los Perros im Bundesstaat Oaxaca ist nicht mehr befahrbar.

KEYSTONE/EPA EFE/PEDRO RASGADO

(sda-ats)

Neuer Schock in Mexiko: Ein Erdbeben der Stärke 6,1 erschütterte wenige Tage nach dem Beben mit über 300 Toten das Land erneut. Das Zentrum lag im Süden, im Bundesstaat Oaxaca. Mehrere Gebäude und eine Brücke stürzten ein.

Auch in der Hauptstadt und 20-Millionen-Einwohner-Metropole Mexiko-Stadt wurde Erdbebenalarm ausgelöst. Hier starben zwei ältere Frauen vor Schreck an Herzinfarkten, wie das Seismologische Institut am Samstag mitteilte. Die Zahl der Toten durch das andere Beben vom Dienstag stieg auf 307.

Wie der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, mitteilte, starben davon allein in Mexiko-Stadt 169 Menschen, 73 im Bundesstaat Morelos und 45 im Bundesstaat Puebla.

Die Erdstösse waren in der Hauptstadt nur leicht zu spüren. Das Zentrum des Bebens vom Samstag lag bei Union Hidalgo, 700 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt.

Im Schlaf überrascht

Das neue Beben verlief dagegen weitgehend glimpflich ab. Es ereignete sich am Samstag um 7.52 Uhr Ortszeit, viele Bürger wurden im Schlaf überrascht, sie rannten durch den Alarm auch in Mexiko-Stadt zum Teil in Pyjamas auf die Strassen.

Damit gab es nun innerhalb von 16 Tagen drei schwere Erdbeben in Mexiko. Durch ein Beben der Stärke 8,1 am 7. September starben rund 100 Menschen - damals lag das Zentrum im Pazifik, es traf vor allem den Süden, der nun erneut besonders von dem Beben am Samstag betroffen war. Das Beben am 7. September war eines der stärksten in Mexikos Geschichte und löste bisher 4340 - meist leichte - Nachbeben aus.

Hauptstadt besonders getroffen

Das Beben der Stärke 7,1 am Dienstag (19. September) traf besonders Mexiko-Stadt mit seinen vielen Hochhäusern - wo es bisher zu rund 40 Nachbeben gekommen ist. 69 Menschen konnten in der Hauptstadt nach Angaben von Bürgermeister Miguel Ángel Mancera aus den Trümmern eingestürzter Gebäude gerettet werden; rund 40 Gebäude stürzten ein, hunderte wurden beschädigt.

Mexiko liegt in einer der am stärksten gefährdeten Erdbebenregionen, aber eine solche Häufung ist sehr ungewöhnlich.

Durch das Beben am Samstag wurde wie schon beim Beben vom 7. September die Stadt Juchitán im Bundesstaat Oaxaca schwer getroffen, mindestens acht Gebäude stürzten ein. Die meisten waren aber bereits evakuiert, weil sie Schäden vom letzten Beben aufwiesen - eine eingestürzte Brücke in der Stadt Ixtaltepec soll Verkehrsminister Gerardo Ruiz Esparza zufolge schnell wieder aufgebaut werden.

Der mexikanische Staatspräsident Enrique Peña Nieto sandte den Menschen im Süden des Landes über Twitter "eine Umarmung an die Bevölkerung, die erneut schwierige Momente erlebt". Unterdessen begannen die ersten Trauerfeiern für die Todesopfer.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS