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Immer schwereres Geschütz gegen die Niederlande: der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gräbt tief in der Geschichte, um immer neue Anschuldigungen machen zu können. (Aufnahme vom 11. März in Istanbul)

KEYSTONE/AP Pool Presidential Press Service/KAYHAN OZER

(sda-ats)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Niederlanden im Streit um die Auftrittsverbote seiner Minister das Massaker im bosnischen Srebrenica angelastet. "Wir kennen Holland und die Holländer noch vom Massaker von Srebrenica", sagte er in Ankara.

Und weiter: "Wie verdorben ihre Natur und ihr Charakter ist, wissen wir daher, dass sie dort 8000 Bosniaken ermordet haben." Erdogan fügte auf der Veranstaltung am Dienstag in der türkischen Hauptstadt hinzu: "Niemand soll uns Lektionen in Zivilisation geben. Dieses Volk hat ein reines Gewissen. Aber deren Gewissen ist pechschwarz."

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte wies Völkermord-Vorwürfe als "widerliche Geschichtsverfälschung" zurück. Das sei inakzeptabel und unerträglich, sagte Rutte am Dienstag im niederländischen Fernsehen.

Tatsächlich hatten das Massaker in Srebrenica 1995 bosnisch-serbische Truppen verübt. Niederländische Blauhelm-Soldaten der Vereinten Nationen hatten den Angreifern die Stadt zuvor allerdings kampflos überlassen.

Bei dem Massaker handelte es sich um den schlimmsten Völkermord nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa. Das grösste Massaker davor fand im Vorläuferstaat der Türkei, dem Osmanischen Reich, statt: der Genozid an den Armeniern 1915/16 durch türkische Soldaten mit - nach unterschiedlichen Schätzungen - bis zu 1,5 Millionen Toten. Allerdings erkennt die heutige Türkei dies nicht als Völkermord an.

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SDA-ATS