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Die Bilder einer Überwachungskamera zeigen nach starkem Vermuten die Ex-RAF Terroristen Burkhard Garweg (r.) und Ernst-Volker-Staub, die am 07.05.2016 in Hildesheim (Niedersachsen) vergeblich versuchen einen Geldboten zu überfallen.

Keystone/DPA Landeskriminalamt Niedersachsen/--

(sda-ats)

Drei nach einer Überfallserie gesuchte ehemalige Terroristen der "Rote Armee Fraktion" (RAF) halten sich nach Vermutung der deutschen Polizei möglicherweise im Mittelmeerraum auf. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) von Niedersachsen am Montag mit.

Es sei nicht auszuschliessen, dass die seit Jahrzehnten untergetauchten Ex-RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette in Italien, Frankreich oder Spanien Unterschlupf gefunden haben, erklärte das LKA des deutschen Bundeslandes Niedersachsen.

Der heute 49-jährige Garweg, die 59-jährige Klette und der 63-jährige Staub gehören zur sogenannten dritten Generation der RAF, deren Terror im Jahr 1977 einen Höhepunkt erreichte. Die dritte Generation wurde aktiv, als zentrale Figuren wie Andreas Baader und Ulrike Meinhof längst tot waren. Auf ihr Konto sollen mehrere Morde gehen, so an Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991).

Möglicherweise können die drei ehemaligen Linksterroristen auf alte Netzwerke wie die baskische ETA oder die Roten Brigaden in Italien zurückgreifen. Staub wurde angeblich auch auf einem Campingplatz in Norditalien gesehen, eindeutig identifiziert wurde er nach Angaben der Fahnder aber nicht. Ausserdem könnten die drei sich nach LKA-Angaben in den Niederlanden aufhalten, wo bereits umfangreicher nach dem Trio gefahndet wurde.

Mindestens neun Raubüberfälle

Mit bislang unveröffentlichten Tatvideos startete das LKA am Montag einen neuen Fahndungsaufruf nach dem Trio. Die Polizei verdächtigt die Gesuchten, mindestens neun Raubüberfälle in Norddeutschland begangen zu haben. Eine Videosequenz zeigt Staub und Garweg bei einem Überfall in Hildesheim, auf einer zweiten sind die beiden in einem Bus in Osnabrück zu sehen.

Die Beute aller Überfälle soll insgesamt etliche hunderttausend Euro betragen haben. Zuletzt schlugen die drei laut Polizei im Juni 2016 in Cremlingen bei Braunschweig zu. Mit Panzerfaust und Automatikgewehr überfielen zwei Männer und eine Frau einen Geldtransporter und ein Geschäft.

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