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Vom Erpressungsopfer zum Täter: Gegen den ehemaligen italienischen Premier Silvio Berlusconi haben die Staatsanwälte in der süditalienischen Stadt Bari eine neue Untersuchung in Zusammenhang mit dem Skandal um Callgirls aufgenommen.

Bisher galt der ehemalige Premier als Opfer einer Erpressungs eitens des skandalumwitterten Unternehmers Giampaolo Tarantini. Dieser wird beschuldigt, von Berlusconi 850'000 Euro für sein Schweigen über die Beziehungen zu Callgirls erpresst zu haben. Tarantini soll Berlusconi Callgirls für seine ausschweifende Partys vermittelt haben.

Die Staatsanwälte vermuten jedoch, dass der ehemalige Premier Tarantini mit dem Geld zu Falschaussagen vor der Justiz bewogen hat, um die Ermittlungen in die Irre zu führen. Dies berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Donnerstag.

Die Ermittler gehen davon aus, dass sich Tarantini mit der Vermittlung von Callgirls politische Begünstigungen für seine Geschäfte im Gesundheitsbereich sichern wollte. Tarantini war Inhaber einer Gesellschaft, die auf Dienstleistungen im Gesundheitswesen spezialisiert ist.

Am Montag war der italienische Journalist Valter Lavitola verhaftet worden, der in den Skandal involviert sein soll. Er wird verdächtigt, gemeinsam mit Tarantini Berlusconi erpresst zu haben.

Lavitola, ehemaliger Chefredaktor der Tageszeitung "L'Avanti", hatte sich nach einer mehrmonatigen Flucht im Ausland zur Rückkehr nach Italien entschlossen. Er wurde auf dem römischen Flughafen Fiumicino festgenommen.

SDA-ATS