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Indonesien hat nach den verheerenden Wald- und Buschbränden auf der Insel Sumatra Ermittlungen wegen illegaler Brandrodungen aufgenommen. Mindestens 14 Plantagenfirmen stünden im Verdacht, absichtlich Feuer gelegt zu haben, sagte Umweltminister Balthasar Kambuaya am Samstag.

Brandrodung ist illegal in Indonesien. Umweltverschmutzung kann mit bis zu 15 Jahren Haft geahndet werden. Die Zahl der Brandherde ging nach Angaben der Behörde für Katastrophenschutz von 70 auf 17 zurück.

Die Rauchschwaden hüllen seit Tagen Sumatra selbst sowie Teile Malaysias und ganz Singapur ein. Die US-Weltraumbehörde veröffentlichte eindrucksvolle Satellitenfotos von den Rauchwolken.

Die Luftverschmutzung erreichte in Singapur über Tage gesundheitsschädliche Ausmasse. Die Behörden riefen die rund fünf Millionen Einwohner auf, Aktivitäten im Freien zu vermeiden. Es wurden 200'000 Mundschutz-Masken für Bedürftige bereitgehalten.

Leichte Entspannung

Am Samstag gab es erstmals seit sechs Tagen ein Aufatmen: der Luftverschmutzungsindex fiel am Nachmittag deutlich. Er hatte mehrere Tage auf gesundheitsschädlichem Niveau gelegen. Nach dem Mittag klarte es aber merklich auf. "Wind und Wetter sind uns gnädig, aber das ist wahrscheinlich nur vorübergehend", zitierte die Zeitung "Straits Times" den Lokalpolitiker Janil Puthucheary.

Auf Sumatra waren Helikopter mit Löschwasser im Einsatz. Zusätzlich sollten Chemikalien in die Wolken gesprüht werden, um künstlich Regen zu erzeugen. "Wir arbeiten hart daran, die Brände zu bekämpfen", sagte der Chef des Katastrophenschutzes, Dody Rustandi.

"In diesem Jahr ist es wirklich schlimm", sagte Santy Yeoh, ein Einwohner von Pekanbaru. "In anderen Jahren war es nur morgens schlecht, dann wurde die Luft besser, aber jetzt liegt der Rauch den ganzen Tag über der Stadt." Viele Leute hätten bereits Atemwegserkrankungen.

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SDA-ATS