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Aus dem japanischen Unglücksreaktor Fukushima ist erneut eine grosse Menge radioaktiv verseuchten Wassers ausgetreten. Arbeiter entdeckten am Donnerstag ein Leck an einer Aufbereitungsanlage für das Kühlwasser, wie der Kraftwerksbetreiber Tepco mitteilte.

Tepco sprach von zwölf Tonnen kontaminierten Wassers. Ein Teil davon sei wahrscheinlich ins Meer gelangt. Mittlerweile scheine kein Wasser mehr auszulaufen.

Im März hatte es einen ähnlichen Zwischenfall gegeben, bei dem 120 Tonnen Wasser austraten. Davon waren laut Tepco 80 Liter ins Meer gelangt. Das zuletzt aufgetretene Leck sei wieder abgedichtet, teilte ein Tepco-Sprecher mit.

Seit Dezember liegen die Temperaturen in den drei Reaktoren von Fukushima nach Angaben der Regierung in Tokio dauerhaft unter 100 Grad Celsius. Nach den derzeitigen Berechnungen dürfte es erst in frühestens zehn Jahren möglich sein, die Brennstäbe aus den Reaktoren zu bergen, erst in frühestens 30 Jahren dürfte ein Rückbau der Unglücksreaktoren möglich sein.

Am 11. März 2011 waren nach einem Erdbeben der Stärke 9,0 riesige Tsunamiwellen über das Kraftwerk in Fukushima gegangen. Daraufhin fielen noch am selben Tag die Kühlsysteme der Anlage aus, was den schwersten Reaktorunfall seit der Atomkatastrophe von Tschernobyl auslöste. Im Umkreis von 20 Kilometern um das Kraftwerk wurde eine Sperrzone eingerichtet, die rund einhunderttausend Menschen verlassen mussten.

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SDA-ATS