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In Syrien und im Jemen, aber auch in Ägypten, Jordanien und Irak haben am Freitag wieder hunderttausende Menschen gegen ihre Regierungen protestiert. Bei Kundgebungen in Syrien töteten Sicherheitskräfte offenbar mindestens neun Menschen.

Fünf Menschen sollen nach Angaben von Oppositionellen ausserhalb der Ortschaft Al-Sanamien südlich der Hauptstadt Damaskus erschossen worden sein. Vier Demonstranten seien in Duma ums Leben gekommen, sagte ein Augenzeuge dem Nachrichtensender Al-Arabija. Er sagte, er habe auch zahlreiche Verletzte gesehen.

Gewalt wurde unter anderem aus einem Dorf in der Nähe der Stadt Homs gemeldet. Dort sollen Regimegegner in einer Moschee den Prediger von der Kanzel geholt haben, weil dieser in seiner Predigt Präsident Baschar al-Assad gelobt hatte.

Aus Daraa berichteten Augenzeugen, die Polizei habe Demonstranten mit Tränengas auseinandergetrieben. Die Demonstranten riefen "Gott, Syrien, Freiheit und sonst nichts" und "Mit unserer Seele und unserem Blut opfern wir uns, oh Daraa".

In der Stadt Daraa hatte es in den vergangenen Wochen bei Ausschreitungen die meisten Todesopfer gegeben. Die Protestwelle in Syrien ebbt trotz der jüngsten Drohgebärden von Assad nicht ab. Nach Angaben von Oppositionellen liess die Polizei die Demonstranten in einigen Städten gewähren.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, Assad habe angeordnet, dass ein von ihm beauftragtes Komitee bis zum 25. April einen Vorschlag für die Aufhebung des Ausnahmezustandes machen solle.

Demonstrationen für und gegen Saleh

Im Jemen gingen erneut Hunderttausende Menschen in mehreren Städten gegen die Regierung von Präsident Ali Abdullah Saleh auf die Strasse. Es waren vermutlich die grössten Proteste innerhalb der vergangenen Wochen.

Die Opposition wollte eine Million Menschen für ihre Forderung nach einem Ende der 32-jährigen Herrschaft Salehs mobilisieren. Landesweit kam es in mindestens 14 Provinzen zu Demonstrationen gegen den Präsidenten. In den Provinzen Aden, Taas und Hadramut seien Hunderttausende auf die Strasse gegangen, berichteten Zeugen.

Derweil versammelten sich rund 10'000 Regierungsanhänger zu einer Parallel-Demonstration auf einem Platz vor dem Präsidentenpalast in Sanaa, wo Saleh eine kurze Rede an sie richtete. "Mit meinem Blut und meiner Seele errette ich euch", erklärte er.

Wieder Tausende auf dem Tahrir-Platz

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo versammelten sich tausende Menschen auf dem Tahrir-Platz. Sie verlangten schnellere Anklagen gegen Mitglieder der Regierung des gestürzten Präsidenten Husni Mubarak wegen Korruption und Amtsmissbrauchs sowie die Untersuchung von Foltervorwürfen.

In der jordanischen Hauptstadt Amman gingen mehrere hundert vorwiegend junge Menschen für politische Reformen auf die Strasse. In Bagdad demonstrierten rund 150 Menschen für die Freilassung von Gefangenen, die zum Teil schon seit Jahren ohne Prozess in irakischen Gefängnissen sitzen.

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SDA-ATS