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Bei den heftigen Kämpfen an der umstrittenen Grenze zwischen Kambodscha und Thailand sind seit Freitag elf Menschen ums Leben gekommen, mehr als 40 wurden verwundet. Nach Angaben beider Seiten wurden am Samstag drei kambodschanische Soldaten und ein thailändischer Soldat getötet.

Die Gefechte waren am Freitag nach zwei Monaten relativer Ruhe wiederaufgenommen worden und hatten tausende Dorfbewohner auf beiden Seiten der Grenze zur Flucht bewogen.

Am Samstag gab es erneut stundenlange Kämpfe. Sie wurden wie am Vortag nahe einer Gruppe von Tempeln geführt, die Thailand und Kambodscha für sich beanspruchen. Die thailändische Armee wies Vorwürfe des kambodschanischen Verteidigungsministeriums zurück, auch Giftgas-Patronen bei den Gefechten einzusetzen. Beide Seiten beschuldigten sich, die Kämpfe begonnen zu haben.

Die 798 Kilometer lange Grenze zwischen beiden Ländern ist an vielen Stellen nicht genau festgelegt, auch weil sich in der Region viele Landminen aus dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg in Kambodscha befinden. In den vergangenen Jahrzehnten gab es daher immer wieder Spannungen.

In dem Streit geht es vor allem um den Tempel Preah Vihear, den beide Länder für sich beanspruchen. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte 1962 entschieden, dass die Ruinen des Monuments aus dem elften Jahrhundert zu Kambodscha gehören. Beide Seiten beanspruchen aber das umliegende Gebiet für sich.

Im Februar waren bei Kämpfen zehn Menschen ums Leben gekommen. Der UNO-Sicherheitsrat rief beide Seiten daraufhin zu einem anhaltenden Waffenstillstand auf. Während Phnom Penh aber einen Vermittler forderte, um den Konflikt zu lösen, lehnte Thailand eine Einmischung durch ein drittes Land ab und verweigerte indonesischen Beobachtern den Zugang zu der Region.

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SDA-ATS