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Der seit 14 Jahren wohl stärkste Wirbelsturm Indiens ist an der Ostküste auf Land getroffen. Mit gewaltigem Wind und Regen überzog Zyklon "Phailin" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern die Region rund um die Stadt Gopalpur im Bundesstaat Orissa.

Laut einem Bericht des Nachrichtensenders CNN-IBN starben bereits sieben Menschen durch einstürzende Häuser, die von entwurzelten Bäumen getroffen worden waren. 18 Fischer galten vor der Küste von Orissa zunächst als vermisst.

Dem Innenminister Indiens, Sushil Kumar Shinde, zufolge waren zuvor 550'000 Menschen in Sicherheit gebracht worden, allein 450'000 aus Orissa, daneben viele Menschen auch aus dem benachbarten Bundesstaat Andhra Pradesh. Lokalen Medien zufolge befanden sich aber noch viele Familien in den gefährdeten Gebieten.

Laut dem Meteorologischen Institut Indiens traf der Sturm gegen 21.00 Uhr (Ortszeit) auf die Küste. Es wurde damit gerechnet, dass er in seinem weiteren Verlauf noch eine Geschwindigkeit von 240 Kilometern in der Stunde erreichen könnte. Nach Angaben von Prabhat Mohapatra vom Katastrophenschutz in Orissa seien die Behörden über die Nacht und am Sonntag in Alarmbereitschaft.

Drei Meter hohe Sturmflut

Es würde erwartet, dass "Phailin" etwa zwölf Stunden lang ein "sehr schwerer bis schwerer" Wirbelsturm sei, bis er sich abschwäche. Dem Sender NDTV zufolge gab es in einigen Küstenbereichen eine Sturmflut von bis zu drei Metern.

"Phailin" mit einem Durchmesser von mehreren hundert Kilometern ist laut Behörden der stärkste Sturm, der Indien seit dem Jahr 1999 heimsucht. Damals starben bei einem sogenannten Super-Zyklon in Orissa 15'000 Menschen. Insgesamt sind laut Behördenangaben voraussichtlich etwa zwölf Millionen Menschen von den Auswirkungen des Wirbelsturms betroffen.

Schon Stunden, bevor der Zyklon die Küste erreichte, hatten starker Wind und Regen die Küsten der Bundesstaaten Orissa und Andhra Pradesh heimgesucht. Ein Fischer sagte NDTV zufolge: "Wir haben sehr grosse Angst, alles, was wir hören, sind die heulenden Winde da draussen."

Tote durch Taifun "Nairi" auf Philippinen

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern fegte unterdessen der Taifun "Nairi" über den Norden der Philippinen hinweg. Die Zahl der Toten stieg inzwischen auf mindestens 13. Der Wirbelsturm traf gegen Mitternacht (Ortszeit, 18.00 Uhr MESZ) an der Ostküste der Hauptinsel Luzon an Land.

Auf seinem Weg über die Insel deckte er tausende Häuser ab und knickte unzählige Bäume sowie Strommasten um. Im gesamten Sturmgebiet fiel der Strom aus. Mehr als zwei Millionen Menschen waren davon betroffen, wie die Behörden mitteilten. Manche Regionen standen zwei Meter tief unter Wasser, wie das philippinische Rote Kreuz berichtete.

Bereits vor der Ankunft des Taifuns waren auf den Philippinen 20 Menschen bei Unwettern ums Leben gekommen. "Nari" bewegte sich nach Angaben der Wetterbehörde inzwischen weg von den Philippinen in Richtung Vietnam. Die Wetterexperten erwarten aber weitere Regenfälle, da sich ein neuer Wirbelsturm östlich der Philippinen zusammenbraut.

SDA-ATS