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Ohne Roger Federer und Stan Wawrinka versucht das Schweizer Davis-Cup-Team sich in der Weltgruppe zu halten. Das Duell gegen Schweden in Biel ist die Dernière vor der Reform des Wettbewerbs.

Zum letzten Mal findet eine Davis-Cup-Partie in der Schweiz im alten Format statt, über drei Tage und im Best-of-5-Modus. Die vor einem Monat von der ITF entschiedene Reform mit einer 1. Runde und einer abschliessenden Finalrunde für die besten Teams wird bereits im kommenden Jahr umgesetzt. Einige Teilnehmer stehen schon fest, viele werden in den kommenden Tagen bestimmt. Die acht Playoff-Sieger qualifizieren sich für die 1. Runde - genauso aber auch zwölf weitere Teams dank ihrem ITF-Ranking.

Zu diesen zwölf Mannschaften würde aller Voraussicht nach auch die Schweiz zählen, sollte sie gegen Schweden nicht gewinnen. Absolute Gewissheit wird aber erst das am Montag publizierte Ranking bringen. Teamcaptain Severin Lüthi wollte keine Energie mit Rechnen verschwenden. Er will den Playoff gegen Schweden ohnehin gewinnen, ob nun der Klassenerhalt bereits gesichert ist oder nicht. Die bisherigen sechs Begegnungen mit Schweden gingen alle verloren. Doch noch nie war die Ausgangslage so gut. Schweden tritt ohne seine besten zwei Spieler an, den Brüdern Elias und Mikael Ymer.

Im Schweizer Team sind wie schon in Usbekistan und vor einem Jahr gegen Weissrussland Roger Federer und Stan Wawrinka nicht dabei. Sie überlassen die Leaderrolle Henri Laaksonen. Die Nummer 120 der Welt ist in Biel der einzige Spieler aus den Top 350 des ATP-Rankings. Als zweiter Einzelspieler für die Schweiz hat Lüthi den 22-jährigen Linkshänder Marc-Andrea Hüsler (ATP 386) nominiert, der die Begegnung gegen die schwedische Nummer 1, Markus Eriksson (ATP 455), eröffnen wird. Für Hüsler wird es der erste Davis-Cup-Einsatz im Einzel sein.

Laaksonen trifft im zweiten Match vom Freitag auf Jonathan Mridha (ATP 1094), der wie Antoine Bellier in Schweden in der Akademie von Magnus Norman trainiert. Bellier, der vor zwei Jahren gegen Usbekistan den Sieg im letzten Einzel sichergestellt hatte, ist neben Luca Margaroli am Samstag für das Schweizer Doppel vorgesehen.

Für das letzte Duell auf Schweizer Boden mit Best-of-5-Matches gibt es noch Tickets. Rund die Hälfte der 2600 Eintrittskarte wurden abgesetzt.

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SDA-ATS