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Berlin - In der Kundus-Affäre hat erstmals ein Opfer das deutsche Verteidigungsministerium verklagt. Der Kläger fordere ein Schmerzensgeld und eine dauerhafte medizinische Versorgung, teilten die Berliner Rechtsanwälte Andreas Schulz und Markus Goldbach mit.
Es handle sich um einen der afghanischen Fahrer der Tanklastwagen, der den Luftangriff am 4. September 2009 knapp überlebt habe. Er habe noch keine Entschädigungszahlung erhalten und gehe davon aus, dass der Befehl von Oberst Klein rechtswidrig war.
Bei dem von der deutschen Bundeswehr angeordneten Luftangriff auf zwei entführte Tanklaster nahe Kundus waren bis zu 142 Menschen getötet worden. Wie viele von ihnen Zivilisten waren, ist unklar.
Deutschland zahlte bislang an 86 betroffene Familien je 5000 Dollar - unabhängig davon, wie viele Opfer sie jeweils zu beklagen hatten. Die deutsche Regierung erklärte am Freitag, sie halte den Luftangriff für weitgehend aufgeklärt.
Was von Seiten der Regierung habe getan werden müssen, sei auch getan worden, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans in Berlin. Die Rechtsanwälte erläuterten, es handle sich um eine Amtshaftungs- und eine Feststellungsklage. In beiden Fällen sei das Verteidigungsministerium verklagt worden.
Wegen der Kundus-Affäre war der deutsche Verteidigungsminister Franz Josef Jung zurückgetreten. Zudem war ein Untersuchungsausschuss eingesetzt worden.

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SDA-ATS