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In China ist erstmals an das Massaker japanischer Soldaten in der Stadt Nanking mit einem nationalen Gedenktag erinnert worden. Bei einer Zeremonie in Nanking äusserte sich Staatschef Xi Jinping zurückhaltend versöhnlich gegenüber Japan.

An der vom Fernsehsender CCTV übertragenen Zeremonie nahmen rund 10'000 Menschen teil, darunter auch Überlebende des Massakers. Die Menge sang die chinesische Nationalhymne und legte eine Schweigeminute ein. Eine Sirene ertönte, anschliessend wurden weisse Tauben in den Himmel gelassen.

CCTV zeigte vor der Übertragung der Gedenkfeier Film- und Bilddokumente über den Einmarsch der japanischen Truppen in Nanking. Die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs belasten die Beziehungen zwischen China und Japan bis heute.

In seiner Rede streckte Xi am Samstag aber die Hand Richtung Japan aus. "Wir sollten nicht Hass gegen eine ganze Nation empfinden, weil eine kleine Minderheit von Militaristen aggressive Kriege anzettelte", sagte er laut der Nachrichtenagentur Xinhua.

Die Verantwortung für Kriegsverbrechen liege bei wenigen Militaristen, nicht beim Volk. Zugleich sagte er, "schwere, von Aggressoren verübte Verbrechen" könnten nicht vergessen werden.

Hunderttausende Tote

Chinas Nationaler Volkskongress hatte im Februar den Jahrestag des Nanking-Massakers neben dem 3. September - dem Sieg Chinas über Japan 1945 - zu einem nationalen Gedenktag erklärt. Anfang des Jahres hatten die Spannungen zwischen China und Japan unter anderem wegen des Streits um eine Inselgruppe im Chinesischen Meer einen neuen Höhepunkt erreicht.

Das japanische Militär war am 13. Dezember 1937 in der ostchinesischen Stadt Nanking eingefallen. Sechs Wochen lang töteten und vergewaltigten die Soldaten dort Zivilisten und richteten schwere Zerstörungen an. Nach chinesischen Angaben wurden damals 300'000 Menschen getötet.

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SDA-ATS