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Es gibt immer weniger Vögel auf Schweizer Wiesen und Äckern

Die Vogelbestände auf landwirtschaftlichem Gebiet haben in den letzten zehn Jahren deutlich abgenommen. Die Schweizerische Vogelwarte beziffert den Rückgang von Kiebitz, Feldlerche und Braunkehlchen auf je 20 Prozent - und hofft auf die neue Agrarpolitik.

Die Bundesämter für Landwirtschaft (BLW) und Umwelt (Bafu) haben definiert, welche Vogelarten in landwirtschaftlich genutzten Gebieten erhalten werden sollen. Aus den Bestandstrends hat die Vogelwarte einen Index berechnet. Die Kurve der Bestandsentwicklung zeige steil nach unten, teilte die Vogelwarte am Donnerstag mit.

"Insbesondere anspruchsvollere Vogelarten, zu denen einst häufige Arten wie Braunkehlchen oder Grauammer zählen, sind stark zurückgegangen und vielerorts bereits verdrängt worden", wird Simon Birrer von der Vogelwarte in Sempach zitiert.

Warten auf neue Agrarpolitik

Grund dafür sei die intensive Nutzung durch die Landwirtschaft, so Birrer. Der Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie die starke Mechanisierung vernichte die Nahrungsgrundlage vieler Vogelarten und zerstöre Brutplätze.

Dennoch schöpft die Vogelwarte Hoffnung und begründet diese mit der neuen Agrarpolitik 2014-2017 des Bundesrates. Nach dessen Plänen sollen Landwirte, die freiwillige Leistungen zugunsten der Umwelt erbringen, mehr Direktzahlungen erhalten. Gleichzeitig sollen Anreize zur schädlichen Intensivierung der Produktion minimiert werden.

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