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Die ETH Zürich und Lausanne sind bei europäischen Austauschstudenten weniger beliebt. Im Vergleich zum Herbst 2013 verringerte sich die Zahl der Einschreibungen um 10 bis 14 Prozent, wie die Regierungskonferenz der Westschweizer Kantone (WRK) am Mittwoch mitteilte. An der Universität Zürich nahm die Zahl entgegen dem Trend zu.

In der Westschweiz waren die Anmeldungen der Austauschstudenten durchs Band rückläufig. An den Universitäten Lausanne, Neuenburg, Genf und Freiburg seien im Jahresvergleich Rückgänge von 11 bis 38 Prozent verzeichnet worden, teilte die WRK mit. Genau Zahlen zu den einzelnen Instituten konnte die Regierungskonferenz, welche die sechs Westschweizer Kantone plus Bern umfasst, auf Anfrage nicht nennen.

An der Universität Bern betrug der Rückgang rund 11 Prozent, wie Uni-Sprecherin, Julia Gnägi, auf Anfrage sagte. Während sich vor einem Jahr noch 89 Studenten im Rahmen von Erasmus in Bern angemeldet hatten, waren es diesen Herbst noch 79.

Die Westschweizer Kantone interpretierten die Rückgänge als negative Folgen der Zustimmung zur SVP-Zuwanderungsinitiative und äusserten sich im Communiqué besorgt. Die Neueinstufung der Schweiz als Drittland für Erasmus+ und das Forschungsprogramm Horizon 2020 habe Studierende und Forschende verunsichert. Bei der Forschung habe dies eine Verminderung geplanter Partnerschaften zur Folge.

Auch die Wirtschaft und die Unternehmen litten unter dieser Sanktion, da ihre Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten beschränkt seien, schrieb die WRK, welche die sechs Kantone der Romandie plus Bern umfasst, weiter. Die Westschweizer Kantone fordern deshalb Verhandlungen über eine vollständige Beteiligung an den Mobilitäts- und Forschungsprogrammen mit der Europäischen Union.

Personenfreizügigkeit beibehalten

Zwar begrüsst die WRK die Verlängerung der Übergangslösung für Erasmus+ für die Jahre 2015 und 2016 und ist erfreut, dass der Bundesrat eine teilweise Beteiligung an Horizon 2020 erreichen konnte. Diese Massnahmen könnten eine vollständige Beteiligung aber nicht ersetzen.

Die Regierungen der Westschweizer Kantone zeigten sich nach wie vor davon überzeugt, das die Beibehaltung der Personenfreizügigkeit und der engen bilateralen Beziehungen mit der EU der richtige Weg sei.

Zunahme an der Universität Zürich

An der grössten Schweizer Universität kam es entgegen dem Trend zu einer Zunahme der Einschreibung von europäischen Austauschstudenten. Im laufenden Semester schrieben sich 147 Studenten im Rahmen des "Swiss-European Mobility Programme" ein, wie Afra Schacher von der Universität Zürich auf Anfrage sagte. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahressemester einer Zunahme von 7 Prozent.

"Nach anfänglicher Unsicherheit haben die Partneruniversitäten gemerkt, dass das Austauschprogramm weiterhin funktioniert", sagte Schacher als mögliche Begründung für das Plus.

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SDA-ATS