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Die Vertreter der Gewinnermuseen und die Schweizer Delegation freuen sich über die Auszeichnungen: Felix Tobler von der Vogelwarte Sempach (4. v. l.) und Boris Wastiau vom MEG (4. v. r.).

Boris Wastiau

(sda-ats)

Das Ethnografische Museum Genf (MEG) ist Europäisches Museum des Jahres 2017. Es wurde am Samstag in Zagreb mit dem European Museum of the Year Award (EMYA) ausgezeichnet. Das Besucherzentrum der Vogelwarte Sempach erhielt den Preis für Nachhaltigkeit.

"Wir sind sehr glücklich und stolz", sagte MEG-Direktor Boris Wastiau am Samstagabend zur Nachrichtenagentur sda. Die Auszeichnung sei insbesondere eine gute Nachricht für die Mitarbeitenden, die seit der Wiedereröffnung des Museums im Oktober 2014 hart gearbeitet hätten.

Die Vogelwarte Sempach wurde mit dem Sustainability-Award für ihr Engagement für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Das Museum eröffnet seinen Besuchern die Möglichkeit, sich wie ein Vogel zu fühlen, wie der Leiter des Besucherzentrums Felix Tobler sagte. So würden den Menschen die gefährdeten Vogelarten näher gebracht. Auch die Gebäude erfüllten mit tieferem Energieverbrauch die Kriterien der Nachhaltigkeit.

Vier Nominationen für die Schweiz

Für den Europäischen Museumspreis waren neben den Siegern, dem Musée d'éthnographie in Genf und der Vogelwarte Sempach, zwei weitere Schweizer Museen nominiert: das Museum Burg Zug und das "Museum und Menschen" im Rathaus Sempach. Von den 24 teilnehmenden Ländern hatte nur Deutschland mit fünf Museen noch mehr Nominierte im Wettbewerb. Frankreich und Polen hatten wie die Schweiz vier Kandidaten im Rennen.

Die Kandidatenliste widerspiegelte einmal mehr die Qualität der Schweizer Museumslandschaft. Vor zwei Jahren war die Schweiz mit fünf Nominationen zusammen mit Deutschland sogar Spitzenreiterin, in den beiden Jahren davor kandidierten je drei Schweizer Museen.

Insgesamt waren dieses Jahr 46 Museen für den Europäischen Museumspreis nominiert. Verliehen wurde dieser im Rahmen des Treffens des European Museum Forum (EMF) in Zagreb.

Der Preis ist für neu eröffnete oder neu gestaltete Museen bestimmt. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein Kontaktnetz unter den Häusern zu schaffen, deren Publikumsattraktivität zu bewerten sowie Veranstaltungen und Workshops zu organisieren.

Der letzte grosse Schweizer Erfolg liegt weit zurück: Das Olympische Museum in Lausanne gewann den Europäischen Museumspreis im Jahr 1995. Der besonders angesehene Museumspreis des Europarats wurde 2007 dem internationalen Reformationsmuseum in Genf zugesprochen.

SDA-ATS

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