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Bern - Trotz der Wirtschaftskrise haben Schweizer Spitzenmanager im letzten Jahr eine kräftige Lohnerhöhung erhalten. Verwaltungsräte und Geschäftsleitungsmitglieder der 49 grössten börsenkotierten Unternehmen verdienten ein Fünftel mehr als im Vorjahr.
Die Nummer zwei der Top-Verdiener ist Credit-Suisse-Chef Brady Dougan mit einer Gesamtvergütung von 19,2 Mio. Franken. Nicht in der Studie enthalten seien die gut 70 Mio. Franken, die Dougan im vergangenen März bekam. Denn diese stammten aus einem Bonusprogramm für das Jahr 2004 und seien in der damaligen Ethos-Studie aufgeführt.
Allerdings sei die Summe viel höher ausgefallen, als man damals angenommen habe, kritisierte Biedermann: "Hier gibt es eine neue Intransparenz." In der Schweiz würden die Unternehmen lediglich angeben, was den Spitzenleuten beim Start eines langfristigen Beteiligungsplans zugeteilt wurde. Wieviel die Topkader am Ende erhielten, bleibe meist im Dunkeln.
Bonus-Anteil zu gross
Generell sei der Anteil der variablen Vergütung für die Geschäftsleitungen viel zu hoch, kritisierte Biedermann. Firmenchefs erhielten rund 80 Prozent ihres Lohns in variablen Bestandteilen.
Dies berge grosse Gefahren, sagte Biedermann. Wenn es nur wenige Kriterien für die Bestimmung der Lohnhöhe gebe wie beispielsweise Börsenkurse oder Dividendenhöhe, würden sich die Topmanager nur auf diese Kriterien konzentrieren statt auf das Interesse des Gesamtunternehmens.
Bei zu vielen Kriterien erhalte der Kadermann automatisch einen Durchschnittsbonus. Dieser sinke dann auch bei schlechterem Geschäftsgang kaum.
Obergrenze von 4 Millionen
Der variable Bestandteil sollte am Anfang eines Bonusplans nicht höher sein als der Festlohn, wenn die festgelegten Ziele normal erreicht würden, sagte Biedermann. Bei Grosskonzernen würden normalerweise 1 bis 2 Millionen Festsalär bezahlt.
Damit sollte die Gesamtvergütung am Anfang eines Bonusplans nicht höher als 4 Millionen liegen. Er wisse allerdings, dass sie am Ende des Bonusplans darüber hinausgehen könnte, sagte Biedermann.
Um die Boni-Exzesse zu stoppen, fordere der Ethos-Direktor Gesetzesänderungen. Die Aktionäre müssten über die Lohnsysteme nicht nur konsultativ, sondern verbindlich abstimmen können. Die Selbstregulierung der Lohnpolitik habe bei der Mehrheit der Unternehmen versagt.

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SDA-ATS