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Brüssel - Für alle Fluggesellschaften aus dem Sudan und den Philippinen gilt ab sofort ein Flugverbot in der EU sowie auch in der Schweiz. Die EU-Kommission setzte die Airlines auf eine Schwarze Liste.
Die betroffenen Unternehmen dürfen wegen Sicherheitsmängeln keine Flüge mehr in der EU und der Schweiz anbieten. Gleichzeitig schränkte die Brüsseler Behörde den Betrieb der Fluggesellschaft Iran Air ein.
Insgesamt dürfen 278 Unternehmen aus 17 Ländern nicht mehr in der EU starten und landen - betroffen sind vor allem Airlines aus Afrika und Asien. Etwa ein Viertel aller Flugunfälle weltweit passieren nach Expertenangaben in Afrika. Dagegen erlaubt die EU der koreanischen Air Koryo sowie der TAAG aus Angola mit Auflagen wieder den Betrieb in Europa.
Laut Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) gilt die Schwarze Liste der EU auch für die Schweiz. "Es würde keinen Sinn machen, wenn die Schweiz eine eigene Liste ausarbeiten würde. Die Luftfahrtsexperten arbeiten europaweit zusammen", sagte Sprecherin Mireille Fleury.
Die EU überwacht Fluggesellschaften, um schwere Unglücke zu verhindern. Dabei geht es unter anderem um Sicherheitskontrollen, die Wartung und den Zustand der Flugzeuge. "Die Sicherheit steht an erster Stelle", sagte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas in Brüssel. "Wir können es nicht hinnehmen, dass Fluggesellschaften in die EU fliegen, wenn sie die internationalen Sicherheitsstandards nicht vollständig erfüllen."
Im Sudan und auf den Philippinen hätten die Behörden mehrfach gegen internationale Vorschriften verstossen, deshalb gelte der Flugstopp für alle Fluggesellschaften der beiden Länder. Im Sudan sind es 12 Unternehmen, auf den Philippinen 40.
Die angolanische TAAG, die seit 2007 nicht mehr in der EU landen durfte, kann nun wieder unter strengen Auflagen und mit bestimmten Flugzeugen nach Europa fliegen. Die koreanische Air Koryo kann nach vier Jahren Sperre den Betrieb wieder mit zwei Flugzeugen starten.

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SDA-ATS