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Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie stockt die Europäische Union ihre Hilfe auf eine Milliarde Euro auf. Derweil wurde erstmals in New York ein Arzt positiv auf das tödliche Virus getestet, der in Guinea Ebola-Patienten behandelt hatte.

Der 33-jährige Arzt kehrte am 17. Oktober von seinem Einsatz für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) aus Guinea zurück. Der Mann wurde nun als erster Mensch in New York positiv auf das Virus getestet.

Seit seiner Rückkehr aus Guinea habe der Arzt täglich mehrmals seine Körpertemperatur gemessen und sich weitgehend isoliert, erst am Donnerstag habe er Symptome entwickelt, erklärten die US-Behörden. Ein Bowling-Zentrum, das er in der Zeit besuchte, wurde vorsorglich geschlossen. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sagte, dass vier Menschen aus dem Umfeld des erkrankten Arztes isoliert worden seien.

Auch im westafrikanischen Mali ist erstmals ein Fall von Ebola aufgetreten: Ein zweijähriges Mädchen, das kürzlich mit seiner Grossmutter im Nachbarland Guinea gewesen sei, sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte das malische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit.

Das Mädchen war demnach am Mittwoch mit verdächtigen Symptomen im westlichen Kayes ins Spital eingeliefert worden. 43 Menschen wurden unter Quarantäne gestellt.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO haben sich in Westafrika unterdessen knapp 10'00 Menschen mit Ebola infiziert, fast 4900 von ihnen starben.

Eine Milliarde Euro aus Brüssel

"Diese ernüchternden Zahlen sprechen für sich selbst", sagte EU-Kommissionschef José Manuel Barroso. Am Donnerstagabend hatte der EU-Gipfel beschlossen, die Hilfsmittel im Kampf gegen Ebola auf eine Milliarde Euro aufzustocken. Die EU-Staats- und Regierungschefs ernannten zudem den Zyprer Christos Stylianides, der in der neuen EU-Kommission für humanitäre Hilfe zuständig ist, zum Koordinator für Europas Engagement in der Krise in Westafrika.

Die WHO kündigte für Dezember erste Tests mit einem Ebola-Impfstoff in den Epidemie-Gebieten Westafrikas an. WHO-Vize-Direktorin Marie-Paule Kieny sagte in Genf, im ersten Halbjahr des kommenden Jahres solle der Impfstoff dann grossflächig zur Verfügung stehen. Kieny sprach von mehreren hunderttausend Impfdosen.

Insgesamt fünf Impfstoffe stehen inzwischen für Tests zur Verfügung. Dabei gelten zwei Impfstoffe derzeit als die erfolgversprechendsten - ein in Kanada entwickelter Impfstoff mit dem wissenschaftlichen Kürzel rVSV und ein Impfstoff des britischen Unternehmens GlaxoSmithKline mit dem Kürzel ChAd3.

Flächendeckende Kontrolle in Frankreich

Derweil kündigte Frankreich an, im Kampf gegen Ebola die Kontrollen auf Reisende "aller Verkehrsmittel" einschliesslich des Seeverkehrs auszuweiten. "Frankreich muss Kontrollsysteme haben, die sich nicht nur auf den Luftverkehr beziehen", sagte Staatschef François Hollande in Brüssel.

Derzeit werden international an vielen Flughäfen Reisende aus Westafrika besonderen Gesundheitsuntersuchungen unterzogen, um mögliche Träger des Virus zu finden, darunter auch auf dem grössten europäischen Flughafen London-Heathrow. In den USA wurden bereits am 11. Oktober schrittweise Kontrollen an den Flughäfen eingeführt.

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SDA-ATS