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EU-Kommission verhängt Bussen gegen Ciba und AC Treuhand

Dieser Inhalt wurde am 11. November 2009 - 14:11 publiziert
(Keystone-SDA)

Brüssel - Der Basler Spezialchemiefirma Ciba und die Zürcher AC Treuhand haben von der EU-Kommission saftige Bussen wegen Verstössen gegen das Kartellrecht aufgebrummt erhalten. Bei den Vergehen geht es um Marktaufteilung und Preisabsprachen.
Mit Petflasche und Plastikeimer kam EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes an die Medienkonferenz in Brüssel. Damit zeigte sie, worum es bei den Kartellvergehen, in die 24 Unternehmen verwickelt waren, ging: Um unterschiedliche Wärmestabilisatoren, die sich in PVC-Erzeugnissen (z.B. Petflaschen) finden, um diesen hohe Temperaturbeständigkeit zu verleihen.
Die beiden Schweizer Firmen und weitere Unternehmen haben sich zwischen 1987 bis 2000 sowie zwischen 1991 und 2000 an zwei verschiedenen Kartellen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) beteiligt. Nun müssen sie Bussen von insgesamt 173 Millionen Euro gewärtigen.
Ciba erhielt mit 68,4 Mio. Euro die höchste Busse. Dabei handelt es sich noch um eine ermässigte Busse, da sich Ciba laut Kommission "bei den Ermittlungen kooperativ verhalten hat". AC Treuhand in Zürich wurde mit 348'000 Euro gebüsst.
Die wichtigsten Entscheide im Hinblick auf die Kartelle waren an von der AC Treuhand organisierten Sitzungen getroffen worden. Die AC Treuhand stellte ihre Räumlichkeiten und Dienstleistungen in Zürich für die beteiligten Unternehmen zur Verfügung.
Kroes verurteilte dieses Vorgehen. Die Firmen hätten ihre Sitzungen ausserhalb der EU abgehalten, um nicht erwischt zu werden. Und sie warnte die Unternehmen: "Egal, wo sie sich treffen, wenn sie die europäischen Konsumenten über den Tisch ziehen, werden sie bestraft".

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