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Brüssel - Rund ein Vierteljahrhundert nach dem erstmaligen Nachweis der Rinderseuche BSE ist die Krankheit in Europa nahezu ausgerottet. Die EU-Kommission will deshalb Regeln wie das Verbot der Verfütterung von Tiermehl wieder lockern.
Dank strenger Hygiene-Vorschriften stehe die Europäische Union kurz vor dem Ende der Seuche, erklärte der für Gesundheit und Konsumenten zuständige EU-Kommissar John Dalli in Brüssel. Die auch Rinderwahnsinn genannte Seuche war Mitte der 80er Jahre erstmals bei Kühen in Grossbritannien aufgetaucht und breitete sich dann in ganz Europa aus.
Auf dem Höhepunkt der BSE-Krise verhängte die EU 1996 ein Exportverbot über britisches Rindfleisch. Forscher hatten zuvor nachgewiesen, dass der Verzehr von BSE-belastetem Fleisch zur neuen Variante der tödlich verlaufenden Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen führen kann.
Die Kommission schlug nun in einer Mitteilung an EU-Staaten und Europaparlament vor, das Verfütterungsverbot von Tiermehl zu lockern. Künftig sollen Bauern Rindermehl wieder an Schweine, Geflügel oder Fische verfüttern dürfen, aber nicht an andere Rinder.
Da die Zahl der positiv auf BSE getesteten Tiere im vergangenen Jahr auf Null sank, sollen zudem die Notschlachtungen ganzer Tierherden ein Ende haben.

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SDA-ATS