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Tierfutterimporte in die EU müssen künftig nicht mehr zu 100 Prozent "rein" sein: Bald sollen Soja- und andere Getreideeinfuhren auch dann an europäische Hühner und Rinder verfüttert werden dürfen, wenn sie geringe Spuren von genveränderten Organismen aufweisen.

Ein Expertengremium der 27 EU-Mitgliedstaaten stimmte am Dienstag in Brüssel dafür, die bisher geltende Pflicht zu hundertprozentiger Reinheit zu kippen. Stattdessen gelte unter bestimmten Bedingungen künftig ein Grenzwert von 0,1 Prozent, erklärte die EU-Kommission.

Notwendig sei eine einheitliche Messmethode mit diesem Limit. Derzeit gebe wegen des unterschiedlichen Vorgehens der Labore eine zu grosse Unsicherheit für die Futtermittelimporteure in Europa.

Die Futtermittelindustrie hatte ein Abgehen von der strikten Null-Toleranz-Grenze gefordert, weil sonst - wie schon vor zwei Jahren - Schiffsladungen aus den USA oder Brasilien in europäischen Häfen abgewiesen werden müssten. Tierfutter könnte dann knapp und teurer werden.

Umweltverbände und Grüne bestritten, dass ein solcher Futternotstand droht. Sie warfen der EU-Kommission vor, sich von der Industrie unter Druck setzen zu lassen und damit die bisher restriktive Politik der EU zu genetisch veränderten Organismen aufzuweichen. Jetzt bestehe die Gefahr, dass auf Druck der Lobby auch Nahrungsmittel kontaminiert werden könnten, warnte Greenpeace.

Die neue Regulierung tritt in Kraft, wenn das EU-Parlament ihr in den kommenden drei Monaten nicht widerspricht. Im vergangenen Jahr führte die EU mehr als 51 Millionen Tonnen Futtermittel ein, vor allem Soja und Mais aus den USA, Brasilien und Argentinien. Etwa die Hälfte davon sind zulässige genetisch veränderte Pflanzen.

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SDA-ATS